Debatte um sexuelle Belästigung
Frauen appellieren an Frankreichs Präsidenten Macron

Frauen in Frankreich fordern in einem Brief an Präsident Emmanuel Macron, mehr für Opfer von sexueller Belästigung zu unternehmen. Rechtspopulisten Le Pen weist indes Anschuldigungen gegen ihre Partei zurück.
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ParisIn der Debatte um sexuelle Belästigung und Gewalt haben rund 100 Frauen einen Aufruf an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron veröffentlicht. Sie fordern einen neuen Plan, der unter anderem die öffentliche Unterstützung für Notfalleinrichtungen für Frauen verdoppeln solle. Der Aufruf in der Wochenzeitung „Le Journal de Dimanche“ wurde unter anderen von der Schauspielerin Zabou Breitman, der Schriftstellerin Marie Darrieussecq und der Regisseurin Agnès Jaoui unterschrieben.

Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hatten in Frankreich ein besonders großes Echo ausgelöst. In dem Aufruf der Frauen wird aber nicht auf Weinstein Bezug genommen.

Die Rechtspopulistin Marine Le Pen wies unterdessen einen Bericht der Zeitung „Le Monde“ (vom Sonntag) als „skandalös“ zurück, wonach in ihrer Partei Front National (FN) Frauen belästigt und eingeschüchtert wurden. Es habe sich bei den im Bericht genannten Fällen um zwei Paare gehandelt, die sich getrennt hätten. Diese Trennungen seien „schlecht verlaufen“, sagte Le Pen im TV-Sender France 3.

In Frankreich entstand als Twitter-Schlagwort für den digitalen Aufschrei gegen Übergriffe „#BalanceTonPorc“ - zu Deutsch etwa: „Schwärz' dein Schwein an“. 53 Prozent der Französinnen waren laut einer Umfrage des Instituts Odoxa schon einmal von sexueller Belästigung betroffen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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