Deeskalation
Türkei will im Karikaturenstreit vermitteln

Die Türkei rückt im Karikaturenstreit als Vermittler zwischen dem Westen und der islamischen Welt immer mehr ins Blickfeld.

HB BERLIN/KOPENHAGEN. Die-Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz sagte im Nachrichtensender n-tv am Donnerstag: „Die Türkei ist in der Europäischen Union als eine Brücke zu den anderen Staaten notwendiger denn je.“ Auch andere Politiker hoben die befriedende Rolle der Türkei hervor.

Die Demonstrationen in islamischen Ländern sind nach Meinung von Deligöz politisch gesteuert. Die Vorgänge machten deutlich, wie dringend Europa angewiesen sei auf aufgeklärte Vermittler: „Manche islamischen Länder, die ihre ganz ureigenen Interessen verfolgen, nehmen das jetzt all Anlass, diese durchzusetzen.“

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckart von Klaeden, lobte in der „Leipziger Volkszeitung“ die maßvollen Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Deutschland habe ein innen- wie außenpolitisches Interesse an der Heranführung der Türkei an die EU. Erdogan hatte zu „Respekt und Ruhe“ aufgerufen.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Gert Weißkirchen, und die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast sahen sich dem Blatt zufolge durch die Vermittlerrolle der Türkei in ihrer Ansicht bestätigt, dass dem Land der EU-Beitritt nicht verwehrt werden dürfe. Auch FDP-Außenpolitiker Werner Hoyer äußerte sich in dem Sinne. CSU-Landesgruppenvorsitzender Peter Ramsauer blieb bei seiner Skepsis, wonach die Proteste die Integration der Türkei eher erschweren könnten.

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