Defizitabbau
IWF könnte Frankreich mehr Spielraum lassen

Wichtiger als das Erreichen der Sparziele müsse für Frankreich die Glaubwürdigkeit seiner Bemühungen sein, erklärt nun der IWF. Der Staat müsse mehr Sparmaßnahmen durchdrücken als bisher geplant.
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ParisDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat Zugeständnisse beim Defizitabbaus Frankreichs in Aussicht gestellt. Frankreich sollte sich mehr um die Glaubwürdigkeit seiner Anstrengungen bei der Reduzierung der Staatsausgaben sorgen, als um das umgehende Erreichen des Sparziels, sagte der IWF-Verantwortliche Edward Gardner am Mittwoch zu Journalisten. Erst am Wochenende hatte die spanische Zeitung "El Pais" berichtete, dass die EU-Kommission bereit ist, Frankreich bis 2014 und damit ein Jahr mehr Zeit zu geben, um das Defizit unter die Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken.

"Das Wichtige ist wirklich die Glaubwürdigkeit der mittelfristigen Maßnahmen", betonte Gardner. Frankreich müsste angesichts schwacher Wachstumsraten in der Euro-Zone mehr Sparmaßnahmen durchdrücken als bisher geplant, um das Maastrichter Ziel zu erreichen. Dies wiederum würde wohl die Wirtschaft weiter belasten.

Die französische Regierung erklärte unlängst, sie werde das Defizit auf jeden Fall bereits im kommenden Jahr unter die EU-Grenze drücken. Allerdings beruht der Pariser Haushalt auf der Annahme, dass die französische Wirtschaft im kommenden Jahr um 0,8 Prozent zulegt, während die EU-Kommission und der IWF von einer Stagnation ausgehen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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