"Defizitmarke nur leicht übertroffen"
Griechen haben schon 1999 gemogelt

Der griechische Finanzminister Giorgos Alogoskoufis sagte, das Haushaltsdefizit seines Landes habe schon früher als bislang bekannt höher gelegen als erlaubt.

HB ATHEN. Das griechische Haushaltsdefizit übertraf auch im Jahr 1999 leicht die für den Beitritt zum Euroland erforderliche Drei-Prozent-Marke. Dies räumte am Donnerstagmorgen der griechische Finanzminister Giorgos Alogoskoufis im griechischen Rundfunk ein.

Die Beamten von Eurostat hätten dies Ende Oktober bei ihrer Überprüfung der damaligen Finanzangaben Athens festgestellt. „Das hängt mit der Defizit-Berechnungsmethode von damals zusammen. Wenn überhaupt, dann haben wir 1999 die Defizitmarke nur ganz leicht übertroffen“, sagte der Minister.

Die Luxemburger EU-Statistikbehörde Eurostat hat in den vergangenen Tagen die griechische Finanzlage vor 2000 untersucht und soll in den nächsten Tagen neue Erkenntnisse bekannt geben. Bereits im Oktober hatte die Behörde festgestellt, dass Griechenland zwischen 2000 und 2004 seine Finanzen „geschönt“ hatte.

Athen kündigte daraufhin ein umfangreiches Sparprogramm an. Ziel der Regierung sei es, bis Ende 2005 das Defizit von derzeit mehr als 5,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf drei Prozent zu drücken. Dies ist die im EU-Stabilitätspakt erlaubte Höchstgrenze. Die EU-Kommission geht davon aus, dass dieses Ziel erst im Jahre 2006 erreicht werden kann.

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