Deklaration nicht bindend
UN verabschiedet Aufruf zum Klon-Verbot

Die UN-Vollversammlung hat eine umstrittene Erklärung verabschiedet, die zu einem völligen Verbot des Klonens von Menschen aufruft. Die Deklaration ist jedoch nicht bindend.

HB NEW YORK. Nach einer insgesamt vierjähriger Debatte stimmten 84 Staaten für die Erklärung, darunter die USA, Deutschland und Italien. Zu den 34 Gegnern gehörten Großbritannien, Belgien, Südkorea und China. 37 Länder enthielten sich, darunter viele moslemische Staaten. Für das völlige Verbot hatten sich auch Abtreibungsgegner und die römisch-katholische Kirche eingesetzt. Die Debatte war 2001 durch einen Verbotsvorschlag von Deutschland und Frankreich ausgelöst worden.

Besonders umstritten war die Frage des therapeutischen Klonens, bei dem Embryonen gezüchtet werden, um aus ihnen Stammzellen zu gewinnen. Befürworter des Verbotes sehen dabei in dem UN-Beschluss einen Schritt zum Schutz der Menschenwürde. Der Vertreter von Costa Rica, Bruno Stagno Ugarte, sprach von einem historischen Schritt. Damit werde bestätigt, „dass beim therapeutischen Klonen menschliches Leben mit dem Ziel geschaffen wird, es zu zerstören.“ Der UN-Botschafter Südkoreas, Ha Chan Ho, sagte dagegen, streng überwachtes therapeutisches Klonen werde „zu einer Verbesserung der Menschenwürde führen, in dem es Millionen Menschen von Schmerz, Leid und Elend befreit.“ Befürworter des therapeutischen Klonens hoffen, durch die Forschung an Stammzellen ein Heilmittel für Krankheiten wie Alzheimer, Krebs oder Diabetes zu finden.

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