Democratic Unionist Party wird die Schuld gegeben
Gespräche über Allparteienregierung in Nordirland gescheitert

Protestanten und Katholiken haben sich bei einem hochrangigen Treffen nicht darauf einigen können, wieder gemeinsam eine Regierung in Nordirland zu bilden. Der britische Premier Blair zeigte sich enttäuscht.

HB BERLIN. Die Gespräche über einen dauerhaften Frieden in Nordirland sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das teilten der britische Premierminister Tony Blair und Irlands Regierungschef Bertie Ahern am Samstag in Leeds Castle mit. Die Gespräche galten als letzte Chance, die vor zwei Jahren zerbrochene Allparteienregierung wieder einzusetzen.

Blair äußerte die Hoffnung, dass die Gespräche nächste Woche auf niedrigerer Ebene fortgeführt würden. Nach den dreitägigen Verhandlungen sagte der Premier, die auf dem Tisch liegenden Angebote seien «vernünftig und von historischer Bedeutung».

Die aus Protestanten und Katholiken zusammengesetzte Regierung war vor zwei Jahren auseinander gebrochen, weil sich die protestantische Democratic Unionist Party (DUP) geweigert hatte, nach einem von der IRA verursachten Spionageskandal weiter mit derem politischen Arm Sinn Fein zusammenzuarbeiten.

Die Beteiligten gaben überwiegend der DUP die Schuld an dem Scheitern des Treffens. Die größte protestantische Partei hatte als Bedingung für eine Rückkehr in die Regierung gefordert, dass die IRA verbindlich und mit Angabe einer konkreten Frist ihre völlige Entwaffnung erklärt.

Im Gegenzug verlangte die IRA-nahe Partei die Garantie, dass die DUP dann zur Neuauflage einer Allparteien-Regierung bereit ist. Dies ist das zentrale Element des Karfreitagsabkommens von 1998.

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