Demografie: Griechenlands wahre Zeitbombe

Demografie
Griechenlands wahre Zeitbombe

Die Überschuldung ist Griechenlands schwerste Hypothek. Doch das Land hat ein noch viel größeres Problem: Junge Akademiker verlassen Griechenland, Kinderkriegen ist ein Luxus. Die Krisennation vergreist.
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AthenBei den „alten Griechen“ fallen einem Perikles und Plato ein. Man könnte aber auch an Giannis und Maria denken, die heutigen Hellenen. Die Überschuldung gilt als schwerste Hypothek Griechenlands. Aber viel gefährlicher ist eine andere Zeitbombe: Die Krisennation vergreist. Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Rentner aufkommen. Griechenland wird zum Altersheim Europas. Den Sozialsystemen droht der Zusammenbruch. Und die Schulden werden unbezahlbar.

In der EU insgesamt altert die Bevölkerung. Aber in wenigen Staaten altert sie so schnell wie in Griechenland. Die Krise verstärkt diesen Trend. Kinderkriegen ist ein Luxus, den sich nur noch wenige griechische Familien leisten können. Eine Schlagzeile der Zeitung „Eleftherotypia“: „Die Troika frisst unsere Kinder!“ Aber es fehlt nicht nur am Nachwuchs. Immer mehr junge Griechen verlassen ihre Heimat, weil sie dort keine Zukunft für sich sehen. Während es in den 1960er Jahren vor allem ungelernte Griechen aus dem armen Norden des Landes waren, die in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern Arbeit suchten, erlebt Griechenland jetzt einen Exodus seiner besten Talente. 150.000 griechische Hochschulabsolventen sind in den vergangenen fünf Jahren ausgewandert. In einer repräsentativen Umfrage des Instituts Kapa Research vom Dezember 2013 sagten 56 Prozent der Befragten, sie würden Griechenland verlassen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. 46 Prozent erklärten, bereits konkret über eine Auswanderung nachgedacht zu haben. Der brutale Sparkurs, den die Regierung auf Druck der internationalen Gläubiger steuern muss, lässt das Land ausbluten.

Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat war 2012 in Griechenland die Zahl der Sterbefälle um 16.300 größer als die der Geburten. In der griechischen Migrationsbilanz ergab sich sogar ein Minus von 44.200. Der Altenquotient, der das Verhältnis der Anzahl älterer, nicht mehr erwerbstätiger Menschen zur Anzahl der erwerbsfähigen Einwohner wiedergibt, liegt in Griechenland mit 29,9 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt von 24,2 Prozent. Die hohe Arbeitslosenquote von 28 Prozent verschärft das Problem: Erwerbsfähig bedeutet eben nicht erwerbstätig. Für das Jahr 2050 prognostiziert Eurostat Griechenland einen Altenquotienten von 57,5 Prozent, gegenüber 50,2 Prozent in der EU.

Zwar haben Italien und Deutschland derzeit eine noch ungünstigere Altersstruktur. Aber Griechenland könnte in einigen Jahrzehnten noch schlechter dastehen – wegen der Krise. Die Geburtenrate ging seit 2008 um 15 Prozent zurück. Die Fertilitätsrate, die die Zahl der in einem Jahr geborenen Kinder auf 1000 Frauen im gebärfähigen Alter beziffert, lag 2013 bei 1,4. Damit rangierte Griechenland sogar noch hinter Deutschland und Italien. Um den Bevölkerungsstand zu halten, ist eine Quote von mindestens 2,1 erforderlich.

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  • Was die EU mit Griechenland gemacht hat, ist eine einzige Sauerei.
    Dass die Griechen das mit sich haben machen lassen, das ist Dummheit.
    Was jetzt dort passiert, welche Zustände sie haben, ist eine logische Folge.
    Hauptverantwortlich dafür ist die skrupellose EU, sie hat die Dummheit und Korruption der Gr. Regierung gnadenlos ausgenützt, um sie in unbezahlbare Schulden zu treiben.
    Damit versinkt eine ganze Generation in Not und Elend. .
    Ach weitere egoistische Spielchen werden noch brutale Folgen für Länder der EU haben.
    Was macht Deutschland? Sie schreit, wir brauchen Fachkräfte, man hört nur ..wir ...wir.. und nochmal wir... Ego in Vollendung.
    Wissen die ,was in anseren Ländern passiert, wenn sie die qualifizierten Fachkräfte abziehen?
    Wenn dort die Alten und Kranken zurückbleiben, ohne genügend Ärzte, Handwerker, Ingineure u.s.w.
    Weinige Länder, gerade Deutschland schreit nur .." wir brauchen.."wir..und was sie brauchen das brauchen sie ohne Rücksicht auf die ausblutenden Länder,
    So kommt eben dann nicht nur Fachpersonal, sondern im Schlepptau auch die Mittellosen und das Prekariat.
    Was passiert mit einem Land, das fast keine Ärzte mehr hat? Wo kein Nachwuchs mehr finanziert werden kann, da verödet ein land...
    [...]
    Dieses Europa wird von Verbrechern gestaltet und regiert.
    Sie benützen EUROPA als Mittel zum Zweck für ganz andere Ziele, dafür ist ihnen jede krimminelle Vorgehensweise recht. Die Jugend in diesen kritischen, von der EU Regierung ruinierten Ländern , zahlen den Preis heute schon, u. auch morgen noch.
    Europa wird vom Geld regiert, von korrupten Regierenden in den Abgrund getrieben
    Das Scheitern ist einkalkuliert.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist jedes geborene Kind ein späterer Arbeitsloser mehr. Seit wann versorgt ein Arbeitsloser die Rentner? Er nimmt ihnen doch einen Teil
    der Rente weg! Wer das nicht erkenen kann, sollte sich nicht mit Politik befassen und schon gar keine Artikel schreiben.

  • Der Geburtenrückgang ist ein massives Problem. Wir kennen dieses Problem seit 1968 und haben nicht reagiert. Wir haben die Vorteile genutzt (Weniger Geld müsste in die Bildung und Erziehung investiert werden) und haben dieses Geld für den Konsum verwendet.

    Andere Länder die vor diesen Problem standen lösten es (siehe DDR, Römisches Reich, Deutsche Staaten).

    Solange die Familie benachteiligt wird, kann es nicht funktionieren.

    Dabei geht es nicht nur um die finanzielle Gleichstellung mit einem Singlehaushalt sondern mit einen Bekenntnis zur Zukunft (Kinder sind unsere Zukunft, wer keine Kinder hat, der hat auch keine Zukunft)

    Am Ende wird das Rentensystem zusammenbrechen und dann werden viele aufwachen (Dann haben wir ein Rentensystem wie in Indien).

    Müssen wir erst Drakonische Maßnahmen beschließen?

    z. b. Verbot der Pille?

    Dann haben wir in 9 Monaten sehr viele Kinder.

    Die Lage in Griechenland ist nicht so schlimm wie bei uns. Wir verlieren jedes Jahr 100.000 gut ausgebildete Deutsche und wir werden jedes Jahr 200.000 Menschen weniger.

    Dazu bekommen wir noch zusätzlich Wirtschaftsflüchtlinge/Armutsflüchtlinge. Bis jetzt wenden wir über 40 Prozent unseres Soziaetats dafür auf.

    Wir konnten uns es aber nicht nehmen lassen, dann noch für die Schulden Griechenlands, Spanien, Irland geradezustehen.

    Schöne Neue Welt!

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