Demokraten von Medien-Interesse enttäuscht
Parteitag soll Impuls für Kerrys Wahlsieg bringen

Der Parteitag der US-Demokraten in Boston soll nach den Worten des demokratischen Senators Edward Kennedy einen „entscheidenden Impuls für den Wahlsieg von John F. Kerry“ über Präsident George W. Bush am 2. November geben. Die anstehende Präsidentschaftswahl werde die wichtigste in seiner nunmehr über 30-jährigen politischen Laufbahn, sagte Kennedy kurz vor Beginn des Nominierungsparteitags am Montag in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) dem US-Fernsehsender ABC. Boston erlebt angesichts der Angst vor Terroranschlägen seit dem Wochenende „den größten Truppenaufmarsch seit der Revolution“, so der „Boston Globe“.

HB BOSTON. Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau, Senatorin Hillary sowie der Präsidentschaftskandidat von 2000, Al Gore, sollten laut Dramaturgie des Konvents mit kämpferischen Reden und der Erinnerung an die wirtschaftlich glorreichen Clinton-Jahre (1993 - 2001) die viertägige Veranstaltung am Montagabend eröffnen. Kerry selbst wird erst am Donnerstag auf dem Parteitag vor den 4350 Delegierten sprechen. Der Senator von Massachusetts wird auf dem Parteitag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt.

Die Parteimanager haben die Auftritte der charismatischen Clintons, die beide in der Partei überaus beliebt sind, bewusst an den Anfang gestellt. Die Furcht, dass Kerry, der den Ruf hat, eher hölzern und kühl zu wirken, von den Clintons überstrahlt werden könnte, war groß. „Ich halte meine Rede und gehe“, wurde Clinton von den Fernsehsendern zitiert. Der Ex-Präsident hat sich mit seiner Frau auch ein Quartier weit vor den Toren der Stadt gesucht, um nur nicht zu viel Aufmerksamkeit zu bekommen. „Ich liebe Bill Clinton, Kerry schätze ich sehr, aber noch kennen wir ihn ja gar nicht richtig“, formulierte die Delegierte Lysa Garfield (Orlando, Florida) die Gefühle wohl vieler Delegierten.

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