"Demokratische Entwicklung schwer beschädigt"
Perle kritisiert amerikanische Irak-Politik

Richard Perle, einst Ministerialdirektor im US-Verteidigungsministerium, hat die amerikanische Politik im Irak scharf kritisiert.

HB HAMBURG. Perle, der bis Februar dieses Jahres einer der wichtigsten Ratgeber des amerikanischen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld war, sagte der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“, die USA hätten „es geschafft, die Befreiung des Iraks in eine Besatzung zu verwandeln“ und damit „die demokratische Entwicklung schwer beschädigt“. Insbesondere kritisiert Perle den Chef der amerikanischen Zivilverwaltung im Irak, Paul Bremer, dem er vorwirft, eine Besatzungsbehörde aufgebaut und die Iraker bis ins Kleinste reglementiert zu haben.

Richtig wäre es gewesen, die Iraker frühzeitig an der Befreiung ihres Landes und am Wiederaufbau zu beteiligen. Eine solche Politik sei aber innerhalb der amerikanischen Regierung nicht durchsetzbar gewesen und insbesondere am Widerstand des Außenministeriums unter Colin Powell, der CIA und einiger Oberkommandeure der US-Truppen gescheitert.

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