Demonstrationen
Erneut Massenproteste in Spanien

In Spanien dauern die Proteste gegen die Politik der Regierung Zapatero an. Erneut gingen Zehntausende auf die Straße.
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MadridZehntausende Spanier sind aus Protest gegen die Regierungspolitik und den Europakt am Sonntag erneut auf die Straße gegangen. In Madrid zogen die Menschen ab sechs Uhr morgens in einem Sternmarsch aus verschiedenen Stadteilen in Richtung Zentrum, um sich vor dem Prado-Museum zu versammeln. Das bedeutende Kunstmuseum befindet sich unweit vom Parlament. Nach Polizeiangaben nahmen zwischen 35.000 und 45.000 Demonstranten teil.

Weitere Demonstrationszüge wurden in Barcelona, Valencia und Sevilla abgehalten. Nach Ausschreitungen in der vergangenen Woche wurden die Märsche jeweils von einem starken Polizeiaufgebot begleitet. Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero rechnete eigenen Angaben zufolge aber nicht mit gewaltsamen Zusammenstößen. „Es ist eine heilige Regel der Demokratie, dass man bei der Ausübung seiner Rechte friedlich bleibt“, sagte der Regierungschef.

Nach zwei Jahren Rezession liegt die Arbeitslosigkeit in Spanien bei 21,3 Prozent und ist damit die höchste im gesamten Euroraum. Aus Protest gegen die düsteren wirtschaftlichen Aussichten gehen seit mehreren Wochen immer wieder vor allem junge Menschen auf die Straßen.

Die Protestwelle hatte Mitte Mai begonnen. Sie richtet sich gegen die hohe Arbeitslosigkeit und den Umgang der Politiker und Finanzinstitutionen mit der Wirtschaftskrise. Zudem sind viele Spanier gegen den Europakt, der von den Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder ins Leben gerufen wurde, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • 14 Monatsgehälter ist nun so besonders auch nicht. Habe ich auch.
    Eines als Urlaubsgeld und eines als Weihnachtsgeld.
    Und Schwarzarbeit blüht bei uns auch, der Staat weiß das und bekämpft sie nur sehr halbherzig
    Und mit Mitte 50 in die Frühverrentung war doch bei uns völlig normal bis vor kurzem.

  • einige europ. Länder sind etwas schlauer als der dumme deutsche Michl.
    Sie jagen die Sozialisten weg.
    Ja, Zustimmung, es wird Zeit, dass auch wir zu Abertausenden auf die Straße gehen und das ganze sozialistische Gesindel, vorrangig die Grünen und Merkel, zum Teufel jagen.
    Dass die Leute auf die Straße gehen sollen, sagte sogar der alte Politikgrande Jochen Vogel in einr Sendung bei Maybritt Illner (ich glaube 02.06.).
    Wenn so ein Politiker wie Jochen Vogel, der als besonenn bekannt ist, so was sagt, muß es schon sehr schlimm um Deutschland stehen

  • Mindestens 14 Monatsgehälter im Jahr. Pension mit 56 Jahren.Kaum Steuer. Der größte Teil der sogenannten Arbeitslosen arbeitet schwarz da es keine Kontrollen gibt.Extrem hohe Abfindungen bei Entlassungen. Arbeiterrechte von denen Deutsche nur träumen können. Warum wird hier prodestiert ??

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