Demonstrationen in Seoul

Südkoreaner fordern Präsidentin zum Rücktritt auf

Die Korruptionsaffäre wird zu einem immer größeren Problem für Park Geun Hye. In Seoul haben knapp 300.000 Menschen gegen die südkoreanische Präsidentin demonstriert. Sie fordern ihren Rücktritt.

Mehr als 500.000 fordern Rücktritt von Südkoreas Präsidentin

SeoulIn Südkorea sind hunderttausende Menschen gegen Präsidentin Park Geun Hye auf die Straße gegangen. An dem Protestmarsch am Samstag in Seoul beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter eine Million Menschen, die Polizei sprach von 260.000 Demonstranten. Park steht wegen einer Korruptionsaffäre seit Wochen unter Druck. Die Staatsanwaltschaft will sie in den kommenden Tagen dazu befragen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap meldete. Es wäre das erste Mal, dass ein amtierender Staatschef Südkoreas in einer Strafsache vernommen wird.

Die Ablehnung Parks zieht sich inzwischen durch alle Bevölkerungsschichten. Die Demonstranten forderten mit Plakaten und Sprechchören den Rücktritt der Staatschefin. Der Protestmarsch war eine der größten regierungskritischen Kundgebungen in der südkoreanischen Hauptstadt seit den Demokratieprotesten in Südkorea Ende der 80er Jahre. Unter den Demonstranten waren Studenten, Jugendliche und Kinder ebenso wie Arbeiter, Bauern und Rentner, aber auch katholische Nonnen und junge Paare mit Babys. Sie kamen mit Zügen und Bussen aus allen Landesteilen in die Hauptstadt.

Die nackten Kanonen
huGO-BildID: 41031921 South Korean special warfare forces move to a position after abseiling from a helicopter during a winter drill in Pyeongchang,
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Was härtet Soldaten mehr ab als ein Training im Schnee?

huGO-BildID: 41031891 South Korean special warfare forces train in the snow during a winter drill in Pyeongchang, some 180 kilometers east of Seoul,
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Wenn sie es halbnackt machen – wie hier in Südkorea.

South Korean winter drill
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In Pyeongchang, rund 200Kilometer von Seoul entfernt, trainieren die Soldaten, um sich abzuhärten.

Shirtless members of the South Korean Special Warfare Forces take part in a winter exercise in Pyeongchang
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Man könnte fast glauben, dass es sich um Propaganda des Nachbarstaat Nordkoreas und seinem Dikator Kim Jong Un handelt..

Shirtless members of the South Korean Special Warfare Forces hurl snow during a winter exercise in Pyeongchang
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Doch es ist die Spezialeinheit Südkoreas die hier im Schnee vermeintlich Spaß hat.

Shirtless members of the South Korean Special Warfare Forces take part in a winter exercise in Pyeongchang
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Jedenfalls sieht es nicht so aus, als würden die Soldaten frieren.

Shirtless members of the South Korean Special Warfare Forces hurl snow during a winter exercise in Pyeongchang
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Sondern eher so, als würden die Soldaten Werbeaufnahmen für die Armee machen.

25.000 Polizisten waren im Einsatz. Mit Bussen und Lastwagen blockierte die Polizei sämtliche Straßen und Zugänge zum Blauen Haus, Amtssitz und Residenz der Präsidentin. Die Demonstranten, die eigentlich in einem Sternmarsch zum Blauen Haus ziehen wollten, kamen nur bis auf einen Kilometer heran. Schon vor einer Woche hatten zehntausende Demonstranten in Seoul Parks Rücktritt gefordert.

Parks langjährige Vertraute Choi Soon Sil soll ihre Beziehungen zur Präsidentin dazu genutzt haben, um von südkoreanischen Unternehmen wie Samsung Spenden in Millionenhöhe für ihre angeblich wohltätigen Stiftungen einzutreiben, aus denen sie sich dann persönlich bereichert haben soll. Darüber hinaus wird Choi vorgeworfen, Einfluss auf Parks Regierungsarbeit genommen zu haben. Die 60-Jährige sitzt mittlerweile wegen Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft.

„Spenden“ von Samsung belaufen sich auf über 16 Millionen Euro
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