„Der Einsatz von Waffen hat geschadet"
Abbas stellt Zeichen auf Strategiewechsel

PLO-Chef Mahmud Abbas hat die Palästinenser aufgefordert, in ihrem Kampf um einen Staat auf Gewalt zu verzichten. Damit sprach sich der derzeit aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat der Palästinenser für einen klaren Strategiewechsel gegenüber Israel aus.

HB GAZA-STADT. Der Widerstand gegen die israelische Besatzung müsse ohne Waffen geleistet werden, sagte Abbas in einem am Dienstag veröffentlichten Interview weiter. „Der Einsatz von Waffen hat geschadet und sollte beendet werden“, sagte er der arabischen Zeitung „Aschark al-Ausat“. Abbas hat sich seit Beginn des jüngsten Aufstandes gegen Israel vor mehr als vier Jahren wiederholt gegen bewaffnete Angriffe ausgesprochen, seit seiner Aufstellung als Kandidat der Palästinensischen Befreiungsbewegung (PLO) für die Nachfolge des im November verstorbenen Präsidenten Jassir Arafat jedoch nicht in solch deutlichen Worten. Sowohl Israel als auch die USA würden den als gemäßigt geltenden Politiker gern als Gewinner der Wahl am 9. Januar sehen.

„Der Aufstand sollte von Waffen fern gehalten werden“, sagte Abbas dem Blatt weiter. „Denn es ist das legitime Recht des Volkes seine Ablehnung der Besatzung durch allgemeine und soziale Mittel auszudrücken.“

Die PLO ist die einflussreichste Gruppierung unter den Palästinensern. Abbas rückte nach Arafats Tod an die Spitze der Organisation auf.

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