Der Krieg in Gaza
Bei Bombenhagel Applaus

Manchen Israelis tun die Palästinenser in Gaza aufrichtig leid. Andere zeigen offen ihre Freude über die israelischen Bombardements. Auf den Anhöhen bei Sderot ist für sie das Kampfgeschehen großes Kino.

SderotDie Grenze zwischen Israel und dem nördlichen Gazastreifen verläuft in flachem Land. Auf israelischer Seite liegt zwei Kilometer entfernt die Stadt Sderot. Mehrere Hügel sind ihr vorgelagert. Von dort bietet sich ein Blick, der bis zu den Hochhäusern der sieben Kilometer entfernten Stadt Gaza reicht.

Auf einem der Hügel haben sich an diesem Vormittag israelische und ausländische Journalisten und ein paar israelische Schaulustige eingefunden. Die Fernsehreporter nutzen das Panorama mit dem umkämpften Gazastreifen als Kulisse für ihre in dramatischem Tremolo vorgetragenen Kriegsberichte.

Andere beobachten das Geschehen. Israelische Panzer manövrieren in der Zone vor der Gaza-Ortschaft Beit Hanun, in die die Armee bei ihrer Bodenoffensive vorgerückt ist. Aus der Ferne hallen dumpf die Einschläge israelischer Granaten und Bomben. Plötzlich schießen aus dem Häusermeer von Gaza sieben oder acht Raketen hoch, erkennbar an dem orangenen Feuerschweif, den sie beim Abschuss für kurze Zeit nach sich ziehen.

„Die gehen nach Aschkelon“, sagt einer der Schaulustigen mit Blick auf die etwa 15 Kilometer entfernte Industrie- und Hafenstadt. Wenige Minuten später blitzt in Gaza ein Funke auf, ungefähr an der Stelle, an der die Raketen abgegangen sind – wahrscheinlich die israelische Antwort. Die Reporter erfahren über einen SMS-Dienst: Die israelische Raketenabwehr hat sieben Grad-Raketen über Aschkelon unschädlich gemacht.

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„Die Menschen drüben tun mir leid“

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