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„Bitte vergesst uns nicht“

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Die Wut auf die Araber sitzt

Das Café ist eine schmale Theke, die ein paar Treppen höher hinter einer Tür liegt. Ein paar Regale, eine ziemlich verkokelte Herdplatte, und eine große italienische Kaffeemaschine, die einen ordentlichen Espresso hergibt. Wir sprechen den ersten besten der Anwesenden an. „Keine Fotos“, das ist die einzige Bedingung, reden will er gerne. Er nennt sich Suleiman, arbeitet bei den Pariser Verkehrsbetrieben, lebt im Foyer Bara und spricht in druckreifen Sätzen. „Die Terroristen nennen sich Muslime, aber ihre Intoleranz hat mit unserer Religion nichts zu tun. Wir haben stets in Harmonie mit anderen Religionen gelebt.“

Er stellt fest, dass die Gruppen, die seit einem Jahr im Norden des Landes aktiv sind, „nicht vom Himmel gefallen“ seien. „Diese Leute haben beeindruckende Mittel zur Verfügung, nicht nur aus Schmuggel und Drogenhandel, sie erhalten auch Geld aus den Golfstaaten, aus Katar.“ Die Dschihadisten hätten auch Kinder entführt und gezwungen, sich ihnen anzuschließen. Mali habe lange gehofft auf eine Intervention von außen, weil das eigene Militär zu schwach und desorganisiert sei. „Gott sei Dank sind die Franzosen gekommen, ich hoffe, sie bleiben lange“.

Afrika

Die Wut auf die Araber sitzt tief bei meinem Gesprächspartner: „Wir sollten jede Kooperation mit ihnen beenden.“ Hat er keine Angst davor, dass der Krieg gegen die Terroristen auch unschuldige Opfer treffen kann? „Wir haben alle Verwandte dort, wir sind alle in Sorge, denn es gibt keinen sauberen Krieg.“ Dennoch zweifele er nicht am Sinn der Intervention: „Wir müssen uns von den Terroristen befreien, und alleine sind wir zu schwach.“
Was die Zukunft seines Landes angeht, ist Suleiman optimistisch. Es werde keinen Bürgerkrieg mit den Tuareg geben, die anfangs teilweise die Terroristen unterstützt haben: „Das war eine Minderheit, die große Mehrheit denkt nicht so, und wir haben nichts gegen sie, schließlich waren sie bis vor kurzem auch an der Regierung beteiligt.“

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Mit diesem zuversichtlichen Ausblick verabschiedet er sich. Die Erwartungen an Frankreich sind hoch, in diesem Stück Afrika auf französischem Boden. In Montreuil bei Paris hoffen Tausende Malier auf den Erfolg der französischen Militäroperation – und darauf, dass die Hilfe nach dem Krieg nicht endet.

  • 29.01.2013, 11:39 Uhr

    wäre das net ne idee das die ihre heimat aufbaun

  • 29.01.2013, 12:31 Uhr

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 29.01.2013, 13:39 Uhr

    @ Eule: Frankreich ist halt eine grand nation, und in Mali liegt Uran zum Füttern der AKW ohne die, die Atombombennation kaum denkbar wäre. (Vorsicht kann Ironie enthalten)

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