Bei der australischen Regierung kommt der Präsidentschaftsbewerber allerdings nicht ganz so gut an. Der australische Ministerpräsident John Howard brüskierte Obama mit einer verbalen Entgleisung: Die Terroristen im Irak hofften, dass der Demokrat Präsident der USA werde, erklärte Howard in einem Fernsehinterview am Sonntag. Seine Äußerung mit Blick auf Obamas Plan, bis März 2008 alle amerikanischen Soldaten aus dem Irak abzuziehen, nehme er nicht zurück, sagte Howard dann am Montag vor dem Parlament in Canberra.
„Katastrophal für den Westen“
Obamas Plan bedeute eine Niederlage für die USA, argumentierte Howard. Damit würden Terroristen im Nahen Osten und in Asien gestärkt, und das wäre „katastrophal für den Westen“. Howard ist ein enger Verbündeter von US-Präsident George W. Bush im Irak-Krieg.
In den USA stieß Howards Äußerung sowohl bei Demokraten als auch bei Vertretern der Republikaner auf Kritik. Obama erklärte, wenn sich Howard im Irak engagieren wolle, könne er dort ja 20 000 weitere Soldaten stationieren - Australien hat derzeit rund 1.400 Mann im Irak, die USA fast 140 000.
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