Der "Rais" ruft jeden Abend an
Arafats Ehefrau Suha lebt seit Jahren getrennt von ihrem Mann

Suha Arafat (41) lebt schon seit Beginn des Palästinenseraufstands (Intifada) im September 2000 von ihrem 34 Jahre älteren Ehemann Jassir getrennt in Paris.

HB RAMALLAH/TEL AVIV. Der Palästinenserführer hatte die als Christin getaufte Suha Tawil, die für ihn zum Islam konvertierte, 1991 mit 62 Jahren geheiratet. Zuvor hatte er stets betont, er habe keine Frau, weil er nur „mit Palästina verheiratet“ sei. Die gemeinsame Tochter Sahwa, die bei Suha in Paris lebt, wurde vier Jahre später geboren. Der „Rais“ (Präsident) soll das Mädchen jeden Abend um sechs Uhr anrufen, um den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Zum Grund der Trennung hat es offiziell nie eine Erklärung gegeben. Gerüchten zufolge soll sich das Paar aber auseinander gelebt haben. Kennen gelernt hatten sich der ehemalige Guerilla-Kämpfer und die Blondine, die damals an der Sorbonne Internationale Beziehungen studierte, in Paris. Später besuchte die Tochter der bekannten palästinensischen Journalistin Raymonda Tawil Arafat, der damals noch im tunesischen Exil lebte.

Nach der Einrichtung der Palästinensischen Autonomiebehörde lebte Suha Arafat mehrere Jahre lang recht isoliert in einer prächtigen Villa im Gazastreifen. Nach ihrem Umzug nach Paris wurde der palästinensischen „First Lady“ ein verschwenderischer Lebensstil vorgeworfen, der insbesondere angesichts der Armut von Millionen von Palästinensern zu großer Erbitterung führte. Zu Jahresbeginn leitete die französische Polizei wegen der dubiosen Überweisung von Millionensummen auf Suhas Konten und des Verdachts auf Geldwäsche Ermittlungen gegen die prominente Palästinenserin ein.

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