Der Syrer war in der Türkei gefasst worden
El Kaida-Verdächtiger lebte in Deutschland

Das vergangene Woche in der Türkei gefasste mutmaßliche Mitglied der Terrororganisation El Kaida hat laut einem „Spiegel“-Bericht zeitweilig in Deutschland gelebt.

HB BERLIN. Der 32-Jährige sei im September 2000 als Asylsuchender in die Bundesrepublik eingereist und habe zunächst mit seiner Frau und zwei Kindern im baden-württembergischen Schramberg gewohnt, berichtet das Magazin ohne Nennung von Quellen. Sein Asylgesuch sei jedoch abgelehnt worden. Nachdem er auch mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Freiburg gescheitert sei, sei der Syrer im Juli 2001 untergetaucht.

Der 32-Jährige plante nach eigenen Angaben einen Sprengstoffanschlag auf israelische Kreuzfahrtschiffe im Mittelmeer. Gegen den Mann war am vergangenen Donnerstag in Istanbul Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer illegalen Vereinigung erlassen worden. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Syrer, der sein Aussehen durch Operationen verändert habe, „eine wichtige Stellung in einer mit El Kaida verbundenen Terrorgruppe“ innehabe, hieß es.

Auf die Spur des mutmaßlichen El-Kaida-Mitgliedes war die Polizei nach einem Feuer in einem Wohnhaus in Antalya gekommen. Bei der Untersuchung des Brandortes wurden Dokumente gefunden, die nach Angaben der Polizei einen Zusammenhang mit den Selbstmordanschlägen von Istanbul erkennen lassen. Dort waren im November 2003 bei der Explosion von Autobomben vor zwei Synagogen und britischen Einrichtungen mehr als 60 Menschen getötet und hunderte verletzt worden.

Der Syrer ist laut „Spiegel“ auch als Weggefährte des Top- Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi bekannt, der im Irak die Aufständischen dirigiert. Wie Sarkawi sei der 32-Jährige 2002 in Jordanien als Unterstützer einer Terrorzelle in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt.

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