Der Tötung zweier Irakerinnen verdächtigt
Neue Vorwürfe gegen US-Sicherheitsfirmen

Während der Irak von der US-Sicherheitsfirma Blackwater eine Millionenschwere Entschädigung verlangt, gibt es über das Vorgehen von Sicherheitsbegleitern der US-Streitkräfte neue Auseinandersetzungen.

HB BAGDAD. An einer Kreuzung in Bagdad wurden am Dienstag zwei Frauen in ihrem Auto erschossen, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben eines irakischen Regierungssprechers deuteten erste Ermittlungen darauf hin, dass die beiden Christinnen von Mitglieder einer amerikanischen Sicherheitsfirma getötet wurden. Um welches Unternehmen es sich dabei gehandelt haben könnte, war vorerst unklar. Es scheine allerdings nicht die Firma Blackwater zu sein, hieß es.

Die irakische Regierung verlangt von dem privaten US-Sicherheitsdienst Blackwater 136 Mill. Dollar (97 Mill. Euro) Entschädigung. Blackwater wird der willkürlichen Erschießung von 17 irakischen Zivilpersonen im September beschuldigt. „Wir wollen, dass sie jeder Familie acht Mill. Dollar bezahlen“, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag. Blackwater sei über die Forderung bereits unterrichtet.

Einer Untersuchung der Regierung zufolge haben Blackwater-Mitarbeiter die 17 Menschen am 16. September absichtlich erschossen. Blackwater hat erklärt, die Mitarbeiter hätten angemessen auf eine feindliche Bedrohung reagiert. Der Vorfall ereignete sich, als das vom US-Außenministerium beauftragte Sicherheitsdienst einen Konvoi von Diplomaten begleitete. Er hat eine Grundsatzdiskussion über die Rolle von privaten Sicherheitsfirmen im Irak ausgelöst.

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