
HB PEKING. Die Landesregierungen müssten sich vernünftige Wachstumsraten vornehmen, sagte der Vorsitzende des zentralen Planungsausschusses, Zhang Ping, am Donnerstag dem Onlineportal Sina.com. Dabei müsse auch der Umweltaspekt – also das Angebot an Energie, Wasser und Land – berücksichtigt werden.
Ping beklagte, dass nur fünf oder sechs der insgesamt 30 Provinzen ein Wachstum von acht oder neun Prozent anpeilten. Alle anderen ließen die Wirtschaft auf höheren Touren laufen. Einige hätten sich sogar das Ziel gesetzt, die Wirtschaftsleistung binnen fünf Jahren zu verdoppeln. Doch dafür reiche die Menge an Energie nicht aus, die im Fünfjahresplan vorgesehen sei, warnte Zhang.
Das rasante Wirtschaftswachstum in China wird begleitet von einem enormen Energiehunger. Sollten die Provinzen mit ihren Wachstumsraten deutlich über das offizielle Ziel hinausschießen, stünden die Umweltschutzziele für die kommenden Jahre infrage.
Für die nächsten fünf Jahre strebt Peking ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von sieben Prozent an, nach zehn Prozent 2010. Die Jahre der rapiden Zuwächse haben ihren Tribut gefordert und die Umwelt in China stark belastet. Ein Teil dieser Schäden soll nun behoben werden.