Deutliches Signal

G8-Länder wollen Griechen im Euro halten

In ihrer Abschlusserklärung haben die G8-Länder ein ausdrückliches Signal gegen einen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone gesetzt. Voraussetzung sei aber, dass Athen das beschlossene Memorandum umsetzt.
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Grüße vom Gipfel: Die Teilnehmer der G8-Konferenz Quelle: AFP

Grüße vom Gipfel: Die Teilnehmer der G8-Konferenz

(Foto: AFP)

Camp DavidDie führenden  Industriestaaten setzten auf dem G8-Gipfel im amerikanischen Camp David ein klares Signal gegen einen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone. „Wir bestätigen unser Interesse an einem Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und respektieren ihre Zusagen“, heißt in der Abschlusserklärung zum G8-Gipfel. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte, „alle G8-Mitgliedsstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt“. Voraussetzung sei, dass Athen das beschlossene Memorandum umgesetzt werde. Die deutsche Regierungschefin zeigte sich zwar offen, über zusätzliche Wachstumsimpulse für Griechenland zu diskutieren, beispielsweise über die Europäische Investitionsbank. Die Sparauflagen müssten allerdings eingehalten werden, betonte sie.

Die Vertreter der Euro-Zone wurden zugleich aufgefordert, die notwendigen Reformen zur Stabilisierung der Währungsunion umzusetzen, um „Vertrauen, Stabilität und Wachstum“ wiederherzustellen.

Bei einem fast dreistündigen Gespräch über die Lage der Weltwirtschaft verständigten sich die G8-Regierungschefs zudem darauf, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte voranzutreiben und gleichzeitig zusätzliche Anstrengungen für wirtschaftliches Wachstum zu unternehmen. „Konsolidierung und Wachstum sind zwei Seiten einer Medaille“, sagte Merkel. Das sei eine wichtige Botschaft. Insgesamt seien gute Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft zu sehen, betonte die deutsche Regierungschefin.

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35 Kommentare zu "Deutliches Signal: G8-Länder setzen auf Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone"

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  • oldtrader

    Sagt Ihnen der Name "Eliza" etwas?

    Nein? Ich denke, Sie reden gerade mit ihr bzw. einem SpamBot-Enkel. Dieser hier postet jedenfalls seit Monaten immer den selben Text ...

  • @netshadow

    Wohl, wohl, kümmert allerdings keinen Rattenschwanz.
    Breitgetreten werden Griechenland und Spanien und demnächst Italien. Die Engländer hauen sich irgendwie durch, das können sie und haben es immer bewiesen wenn es eng wurde und zwar souverän. Unter den Brüssler Kuratel lassen die sich nicht stecken.

  • Zitat:
    Die deutsche Regierungschefin zeigte sich zwar offen, über zusätzliche Wachstumsimpulse für Griechenland zu diskutieren, beispielsweise über die Europäische Investitionsbank.
    Zitat Ende:

    Das einzige, was in Griechenland wächst, ist der Schuldenberg!
    Eine Europäische Investitionsbank haben sie schon, sie nennt sich ELA und sie drucken ihre eigenen ELA-Euros, welche wir dann bezahlen düefen.

    http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2011/08/26/wie-wir-griechenland-finanzieren-ganz-ohne-bundestag-oder-demokratie-praktisch-erklart/

  • 1 Euro = 340,75 Drachmen

    Die Taxifahrt mal 341. Onkel Google wußte Rat.

  • @habe_genug)

    Und die Wahrscheinlichkeit dort angespuckt, bepöbelt oder als Nazi beschimpft zu werden, ist gleich null!

  • @mondahu)

    Da würde mich bei Ihrer Rechnung mal der Wechselkurs interessieren Drachme=€?

    Danke!

  • danke sehr für diese Info. Gilt aber genauso für den Tourismus. Internet-Angebot einer Taxifahrt von Heraklion Flughafen (Kreta) zu einem Hotel in Rodakino, das in attraktiver Lage an der Südküste liegt aber bis heute von keiner Busroute bedient wird(!): 205 Euro einfach, 370 Euro hin und zurück. Automiete eines Nichtschrott-Wagens (Golfklasse) für 8 Tage 420 Euro. Wir haben das dankend abgelehnt und uns stattdessen für eine kanarischen Insel entschieden, dies gesamtkosten lagen 20% unterhalb des griechischen Angebotes und die Infrastruktur ist vorbildlich.

  • noe, in Spanien habe ich auch alles noch in Pesetas stehen.
    Danke im übrigen für die ausnahmsweise mal Sicht von oben auf den Euro an sich. Diese an Selbstbefriedigung grenzende Sichtweise auf andere Länder sichert keineswegs den deutschen Wohlstand. Wobei man diesen dann besser ausblendet, weil eben auch in Deutscland nicht alles Gold ist was glänzt.
    Europa ist hier in der Pflicht. Dieser Wasserkopf hat sich um diese Länder zu kümmern. Dafür werden diese mehr als gut bezahlt. Ein mehr an Europa ist notwendig, ein mehr an europäischer Führung, ein mehr an Fantasie des Europaparlaments, ein effektiveres Arbeiten und eine effektivere Informationspolitik.

  • lol, glückliches Königreich.
    Die sind noch mehr als pleite.

  • Sorry, völlig vergessen den anderen Artikel zu nennen, wo es heißt:

    >Finanzminister der Euro-Zone drohen Griechenland mit Rausschmiss aus Währungsunion<

    http://www.netzticker.com/politik/finanzminister-der-euro-zone-drohen-griechenland-mit-rausschmiss-aus-wahrungsunion/124147

    Ein ziemlicher Widerspruch, findet Ihr nicht?

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