Deutsch-russische Gespräche
Petersburger Dialog auf November verschoben

Das Forum soll die guten Beziehungen zwischen Russland und Deutschland fördern – doch der für Oktober geplante Petersburger Dialog findet nicht statt. Die Veranstaltung in Sotschi wird auf November verschoben.
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MoskauKanzlerin Angela Merkel und andere europäische Spitzenpolitiker treffen sich am Freitag auf dem Europa-Asien-Gipfel in Mailand mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsident Petro Poroschenko. Das teilte die italienische Regierung, die bis Jahresende noch die EU-Ratspräsidentschaft innehat, am Mittwochabend in Rom mit. Das für den Morgen (8.00 Uhr) angesetzte Treffen wird demnach von Italiens Regierungschef Matteo Renzi geleitet.

An der Zusammenkunft sollen außerdem Frankreichs Präsident François Hollande, der britische Premier David Cameron, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und die designierte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini teilnehmen. Im Anschluss ist eine Presseerklärung Renzis geplant.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts und der schwachen Konjunktur in der EU beraten von diesem Donnerstag an rund 50 Spitzenpolitiker aus Europa und Asien auf dem europäisch-asiatischen Gipfeltreffen (Asem) in der norditalienischen Wirtschaftsmetropole über Wege aus der Krise.

Deutschland und Russland wollen nach Angaben aus Moskau zudem im November über die Zukunft des Petersburger Dialogs beraten. Das sagte Wjatscheslaw Nikonow vom russischen Koordinationskomitee am Mittwoch der Agentur Interfax.

Wegen des Ukraine-Konflikts war das für Ende Oktober in Sotschi am Schwarzen Meer geplante zivilgesellschaftliche Forum auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden. Nikonow von der Kremlpartei Geeintes Russland warf Deutschland politische Gründe für die Absage vor.

Der russische Präsident Wladimir Putin will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag bei einem Treffen in Mailand auf den Petersburger Dialog ansprechen.

Mehrere deutsche Nichtregierungsorganisationen hatten sich gegen eine Teilnahme an dem Forum entschieden. Sie hatten ihre Haltung unter anderem mit Russlands Agieren im Konflikt um die Ostukraine begründet, wo sich prorussische Separatisten und Regierungstruppen seit sechs Monaten bekämpfen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gute Beziehungen "müssen" verschoben werden. Unsere Politiker wollen den Krieg mit Russland!

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