Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Seenotretter haben dieses Jahr 600 Menschen geholfen

Sie rücken aus, wenn die Wellen hoch schlagen: Helfer und Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger haben auch 2016 Hunderte Leben gerettet und in der Ägäis geholfen, Tragödien zu verhindern.

EssenSeenotretter haben dieses Jahr schon rund 600 Menschen aus Notlagen befreit - 53 von ihnen sogar aus akuter Seenot. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rückte bis Mitte Oktober zu insgesamt 1800 Einsätzen aus, wie sie am Freitag in Essen bilanzierte. Im Vergleich zum Vorjahr (rund 1900) ist die Zahl der Einsätze leicht gesunken. Sie bleibe dennoch ähnlich hoch wie in den vergangenen zehn Jahren, sagte ein Sprecher.

Der Schiffsverkehr vor und Wassersport an den Küsten nehme weiter zu. Er geht davon aus, dass deshalb die Einsatzzahlen in den kommenden Jahren weiter steigen werden, sagte der DGzRS-Sprecher.

Außerdem waren die Seenotretter von März bis Juni mit einem Kreuzer in der Ägäis, um griechische Kollegen auszubilden. Dort halfen sie zusätzliche dabei, Flüchtlinge zu retten, die auf seeuntüchtigen Schlauchbooten von der türkischen Westküste zu den vorgelagerten griechischen Inseln unterwegs waren. Innerhalb der dreimonatigen Mission hat die deutsche Crew geholfen, rund 1100 Menschen aus Gefahren zu befreien. Auch etwa 200 Kinder waren darunter.

Die DGzRS zieht stets im Oktober nach Ende der Wassersportsaison eine erste Jahresbilanz. Ungewöhnlich in diesem Jahr: Die Bilanzkonferenz fand auf dem Gelände des UNESCO-Weltkulturerbes Zeche Zollverein in Essen statt. Die Ruhrstadt ist der Geburtsort des aktuellen Botschafters der Seenotretter, Schauspieler Markus Knüfken. Außerdem leben rund 61.000 regelmäßige Spender der Organisation in Nordrhein-Westfalen.

Die Seenotretter finanzieren ihre Arbeit ohne Steuergelder aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen. Auf etwa 20 Millionen Euro belaufe sich das jährliche Spendenvolumen im Schnitt, berichtete ein Essener Mitglied des Beschlussfassenden Gremiums der Gesellschaft. Einen Großteil machten Gelder aus Nachlässen aus. Die rund 180 festangestellten und 800 ehrenamtlichen Seenotretter betreiben an der Nord- und Ostseeküste und auf den Inseln 54 Stationen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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