Deutsche Grünen-Politiker in Warschau
Polnische Homosexuelle demonstrieren für ihre Rechte

Mehr als 5.000 Demonstranten haben sich am Samstag in Warschau bei der jährlichen Schwulenparade für mehr Toleranz und Rechte eingesetzt.

HB WARSCHAU. Der so genannte „Marsch der Gleichheit“ begann vor dem Parlamentsgebäude in der polnischen Hauptstadt. Eine geplante Gegendemonstration einer rechtsgerichteten Jugendorganisation wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Aus Deutschland nahmen die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth, die Fraktionsvorsitzende Renate Künast und der parlamentarische Geschäftsführer Volker Beck an der Parade teil und bekundeten damit ihre Solidarität mit den Forderungen der polnischen Homosexuellen. Roth sagte, ihre Teilnahme sei ein Zeichen für Demokratie in Europa.

Die Organisatoren der Schwulenparade wollten nach eigenen Angaben auf die Probleme von Schwulen und Lesben im überwiegend katholischen Polen aufmerksam machen. Der frühere Warschauer Bürgermeister und heutige Staatspräsident, Lech Kaczynski, hatte den Marsch in den vergangenen beiden Jahren verboten und erklärt, die Veranstaltung gefährde die Zivilisation. Tausende Schwule und Lesben gingen aber trotz des Verbots auf die Straße.

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