Deutsche Journalisten angehalten: Drohnenplage über Pariser Dächer

Deutsche Journalisten angehalten
Drohnenplage über Pariser Dächer

Die französische Polizei ist beunruhigt über nächtliche Drohnenflüge über Paris: Auch vier deutsche Journalisten sollen von der Polizei angehalten worden sein. Sie hatten Glück und wurden nicht festgenommen.
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ParisVier Journalisten des Bayerischen Rundfunks (BR) sollen in Paris gestoppt worden sein, weil sie eine Drohne mit sich führten. Die Reporter seien im Parc de la Villete im Norden der französischen Hauptstadt vorübergehend festgehalten worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend aus Polizeikreisen. Die Journalisten seien jedoch nicht in Gewahrsam genommen worden, da sie keinen Gebrauch von ihrem ferngesteuerten Flugobjekt gemacht hätten. Die Polizeivertreter bestätigten damit Berichte des Radiosenders France Info und der Zeitung „Le Parisien“.

Beim Bayerischen Rundfunk war am Freitagabend niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Die französische Polizei ist beunruhigt über zahlreiche nächtliche Drohnenflüge über Paris in den letzten Wochen. Zuvor hatten unbemannte Flugobjekte immer wieder französische Atomkraftwerke überflogen, obwohl über den Anlagen eigentlich ein Flugverbot gilt. Auch über Paris ist der Einsatz von Drohnen ohne offizielle Genehmigung verboten und strafbar.

Ende Februar waren drei Journalisten des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira in Paris in Gewahrsam genommen worden, weil sie für eine Reportage über die mysteriösen Drohnenflüge selbst eine Drohne eingesetzt hatten. Ein britischer Reporter, der die Drohne steuerte, wurde zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt und seine Drohne beschlagnahmt. Wegen der diversen Drohnenflüge leitete die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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