Deutsche Mäster besorgt: Frankreichs Regierung will die Geflügelkonsumenten beruhigen

Deutsche Mäster besorgt
Frankreichs Regierung will die Geflügelkonsumenten beruhigen

Nachdem die Vogelgrippe in einer Putenfarm in Frankreich ausgebrochen ist, bemüht sich die französische Regierung, die wirtschaftlichen Folgen zu begrenzen.Die französische Geflügelbranche fürchtet jedoch weitere Verluste, vor allem im Export.

ali/ire PARIS/DÜSSELDORF. Da in Deutschland immer mehr infizierte Wildvögel gefunden werden, wächst die Sorge vor einem Übergreifen auch auf deutsche Geflügelmastbetriebe.

Die französische Regierung fährt zweigleisig: Um Verluste der Geflügelzüchter auszugleichen, hat die Regierung in Paris ihre Hilfe auf 63 Mill. Euro aufgestockt. Gleichzeitig betonen führende Regierungsvertreter ohne Unterlass, dass Geflügelfleisch ohne Bedenken verzehrt werden kann, um die Verbraucher zu beruhigen.

Am Wochenende hatte das französische Agrarministerium bestätigt, dass in einer Truthahn-Zucht 400 Tiere am Virus H5N1 gestorben sind. Damit ist Frankreich das erste europäische Land, in dem ein Zuchtbetrieb von der Vogelgrippe betroffen ist. Der Hof liegt in der Region Ain, im Südwesten des Landes. In dieser Gegend wurden am Sonntag auch 15 tote Wildschwäne gefunden, die ebenfalls an der Vogelgrippe gestorben sind. Die Schutzzone wurde auf drei Kilometern und damit 160 Kommunen der Region ausgedehnt.

Eine Vertreterin des Agrarministeriums beklagte am Montag indes, dass durch den starken Besucher-Andrang in der Region die Gefahr wachse, dass sich der Virus weiter verbreite. Journalisten würden zum Beispiel von Hof zu Hof fahren, ohne die Autoreifen oder ihre Schuhe zu desinfizieren.

Die Verbreitung der Vogelgrippe nehmen die Franzosen bis jetzt scheinbar gelassen auf. Eine Umfra-ge zeigt, dass 65 Prozent der Franzo-sen „nicht besorgt“ seien. 66 Prozent der Befragten gaben an, zufrieden mit dem Krisenmanagement ihrer Regierung zu sein. Dennoch sind die Absatzzahlen für Geflügel in Frank-reich bereits um rund 30 Prozent gesunken.

Angesichts der Umsatzeinbußen hat der Großzuchtbetriebe LDC bereits 800 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert, Wettbewerber Gastronome strich 600 Zeitverträge. Marktführer Doux erwägt ebenfalls Produktionskürzungen.

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