Deutsche Pressestimmen zum Weltklimabericht: „Klimaschutz fängt im Kleinen an“

Deutsche Pressestimmen zum Weltklimabericht
„Klimaschutz fängt im Kleinen an“

„Allgemeine Zeitung“ (Mainz):
„Wir bohren fleißig Löcher in das Boot, in dem wir alle sitzen und in dem auch kommende Generationen noch sicher leben wollen. Es ist nun gewiss kein Anlass zur Hysterie, aber es ist auch längst schon keine Zeit mehr für Gedankenakrobatik. Völlig zu Recht fordern die Experten eine Revolution im Verhalten vor allem der Energieverbraucher. Aber wer fängt damit an? ­ Einer zeigt auf den anderen. Dabei wären die Lösungen im Großen umso wirksamer zu realisieren, wenn im Kleinen endlich begonnen würde. Was aber geschieht? Genau das Gegenteil. Einer wird den Anfang machen müssen, nichts anderes sagt der Weltklimabericht. Die Aussichten sind düster.“

„Süddeutsche Zeitung“ (München):
„Das Dogma, der wirtschaftliche und technische Fortschritt entwickle aus sich heraus immer die Lösung aller Probleme, dieses Dogma ist nachhaltig erschüttert. Wenn die Erderwärmung auf ein halbwegs erträgliches Ausmaß beschränkt werden soll, reichen die herkömmlichen Rezepte des Umweltschutzes nicht aus.“

„Berliner Zeitung“:
„Das Ziel ist spätestens nach diesem Weltklimabericht klar. Alle sollten sich auf den unabwendbaren Klimawandel vorbereiten. Und die Treibhausgas-Emissionen müssen gesenkt werden, damit die Folgen der Erwärmung uns nicht überrollen. Individuell ist ein neues Umweltbewusstsein, ein Klimabewusstsein, gefragt. Wenn jeder beim Einkauf energiesparende Produkte bevorzugt und sich im Alltag oft für die umweltschonende Variante sei es beim Heizen oder im Verkehr entscheidet, ist schon viel gewonnen. Flugreisen sind Gift für das Klima: Jeder weiß das, kaum einer handelt danach. Beim Hausbau, beim Autokauf es gibt viele Gelegenheiten, klimabewusst zu sein.“

„Neue Presse“ (Hannover):
„Merkel ist EU-Ratspräsidentin und nennt die Abwendung der Klimakatastrophe „eine Überlebensfrage der Menschheit“. Gleichzeitig streitet sie in der EU für höhere Verschmutzungsrechte der deutschen Stromriesen und blockiert wirksame Auflagen für die Automobilindustrie. Den Blick fixiert auf Wachstumsraten und Arbeitslosenstatistik, wird die Zukunft verspielt.“

„Kölner Stadt-Anzeiger“:
„Selbst notorische Zweifler müssten nach dem Bericht des UN- Klimarates ins Grübeln kommen. Eine Fülle von Daten bestätigt, dass der Mensch die zerstörerische Rolle im Treibhaus Erde spielt. Klein angefangen hat die katastrophale Entwicklung mit der Industrialisierung in Europa im 19. Jahrhundert. Heute treiben Schwellen- und Entwicklungsländer wie Indien und China den Ausstoß von Klimagasen auf die Spitze. Ganz zu schweigen von der Ignoranz der großen Industrienation USA. Jetzt hat ein vom Ölmulti Exxon-Mobil unterstütztes Institut gerade mal 10 000 Dollar für den Wissenschaftler ausgelobt, der die UN-Klimastudie widerlegt. Diese Mini-Prämie lässt ahnen: Die Unbelehrbaren geben sich geschlagen - irgendwie.“

„Stuttgarter Nachrichten“
„Die Beweise liegen auf dem Tisch, nun sind die Politiker gefordert. Tatsächlich scheinen viele durch den Klimaschock endlich wach gerüttelt. Die Bundesregierung will ein millionenschweres Sofortprogramm auflegen, der französische Staatspräsident Jacques Chirac fordert gar eine ökologische Revolution. Große Worte. Bleibt zu hoffen, dass ihnen Taten folgen. Wir sollten uns aber nicht nur auf die Politik verlassen, alle können ihren Beitrag leisten. Jede Energiesparlampe in der Wohnung, jede moderne Heizungsanlage, jeder Kilometer, den wir nicht mit dem Auto fahren, jeder Verzicht auf einen Urlaub mit dem Flugzeug verschafft der Erde etwas mehr Luft. Klimaschutz fängt im Kleinen an.“

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