Deutsche Regierung verurteilt „barbarischen Terrorakt“
El-Kaida ermordet algerische Diplomaten

Nach eigenen Angaben hat die Terrorgruppe von Abu Mussab al-Sarkawi die beiden im Irak entführten algerischen Diplomaten ermordet. Die Terrorgruppe wird dem Terrornetzwerk El Kaida zugeordnet. Der algerische Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika verurteilte die Ermordung der beiden Diplomaten als eine „feige und abscheuliche Exekution“.

HB DUBAI. In einer Erklärung, die am Mittwoch auf einer Islamistenseite im Internet veröffentlicht wurde, hieß es: „Eure Brüder vom militärischen Arm der El Kaida im Zweistromland haben das Gottesurteil heute vollstreckt.“ Der algerische Geschäftsträger Ali Belarusi und der Diplomat Issedin Benkadi seien getötet worden, weil sie von einer „ungläubigen Regierung“ geschickt worden seien.

Am Vortag hatten die Geiselnehmer ein Video gezeigt, auf dem die beiden Männer mit verbundenen Augen zu sehen waren. Bisher ist noch keine Geisel freigelassen worden, die den Terroristen der Gruppe um den Jordanier Al-Sarkawi in die Hände gefallen war.

Der algerische Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika verurteilte die Ermordung der beiden Diplomaten als eine „feige und abscheuliche Exekution“ verurteilt. Ganz Algerien, das mehr als ein Jahrzehnt lang unter islamistischem Terror gelitten habe, sei empört über diese Tat, die im Gegensatz zu menschlichen Werten und auch zu denen des Islam stehe, erklärte Bouteflika in Algier. Bouteflika bekämpft seit Jahren mit einigem Erfolg den islamistischen Terrorismus in Algerien und ist vor allem wegen seiner Versöhnungspolitik im Visier von Terroristen.

Die Bundesregierung verurteilte die Ermordung der Diplomaten als einen „unmenschlichen und barbarischen Terrorakt“. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) forderte am Abend in Berlin: „Die Täter müssen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.“ Er sprach den Angehörigen der Opfer „unser tief empfundenes Mitgefühl“ aus.

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