Deutsche Wirtschaft hat gute Chancen
Algerien lockt Unternehmen

Algerien lockt deutsche Unternehmen mit milliardenschweren Investitionsplänen. Das arabische Land will seine Wirtschaft modernisieren und bis 2009 insgesamt 65 Mrd. Dollar vor allem in Infrastruktur investieren.

BERLIN. „Wir sind das industrialisierteste Land in der Region, aber nicht wettbewerbsfähig“, sagte Investitionsminister Abdelhamid Temmar am Rande eines deutsch-algerischen Wirtschaftsforums in Berlin dem Handelsblatt. Das wolle man jetzt ändern, vorzugsweise mit deutschen Partnern.

Der Grundstein, das Programm zur Wirtschaftlichen Erneuerung, sei gelegt, sagte Temmar. Staatsunternehmen stünden zur Privatisierung bereit, die ersten Projekte seien ausgeschrieben, manche bereits vergeben. „Wir möchten, dass sich deutsche Unternehmen an den Ausschreibungen beteiligen.“

Deutschland genießt in arabischen Staaten traditionell einen guten Ruf. In Algerien hatten deutsche Unternehmen in den 1970er Jahren, nach der Unabhängigkeit des Landes, viele Industriebetriebe mit Maschinen und Anlagen ausgestattet. Viele Kontakte rissen während der Terrorwelle in den 90er Jahren ab. Die Geschichte biete aber bis heute Anknüpfungspunkte, sagte Jochen Clausnitzer, Leiter des Referats Nah- und Mittelost sowie Nordafrika beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).Im Export nach Algerien sei die frühere Kolonialmacht Frankreich noch etwa viermal so stark wie die Deutschen. Aber bei der jetzt begonnenen Modernisierung algerischer Unternehmen lägen die Deutschen „gut im Rennen“.

Andreas Hergenröther, Geschäftsführer der Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer (AHK), sprach von einer „Riesen-Chance“ für die deutsche Wirtschaft. Es sei „durchaus im Bereich des Möglichen“, dass deutsche Unternehmen an dem Paket in zweistelliger Milliarden-Größenordnung partizipieren könnten.

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