Deutschland ausgebuht für laschen Umgang mit Terroristen bei Olympia 1972
Republikaner preisen Führungsstärke von Bush

Nur fünf Kilometer von Ground Zero zelebrieren die Republikaner ihren Parteitag. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani beschwor in seiner Rede die Führungsstärke von Bush. Für die alten Verbündeten Deutschland und Frankreich gab es hingegen Buhrufe.

HB NEW YORK. Mit einem enthusiastischen Tribut an die Führungsstärke von US-Präsident Bush haben prominente Republikaner zum Auftakt ihres Parteitags in New York die Stimmung angeheizt. Die knapp 10 000 Delegierten und Gäste unterbrachen den ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani und Senator John McCain ständig mit tosendem Applaus.

Die Republikaner boten mit den beiden Rednern populäre gemäßigte Republikaner auf, die die noch unentschlossen Wähler für Bush gewinnen sollen. Für den heutigen Abend stehen Reden von Bushs Ehefrau Laura und des Gouverneurs von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, auf dem Programm.

„Gott sei Dank haben wir George Bush zum Präsidenten in dieser sehr, sehr gefährlichen Welt“, sagte Giuliani. Mit seiner entschlossenen Politik nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 habe er bereits einen Platz in den Geschichtsbüchern. Gleichzeitig griff Giuliani den demokratischen Herausforderer John Kerry scharf an. Dieser wechsele ständig seine Meinung in wichtigen Fragen wie dem Kampf gegen den Terrorismus und der Irak-Politik. Bush habe dagegen eine „klare, präzise und schlüssige Vision“.

McCain, der fünf Jahre in vietnamesischer Kriegsgefangenschaft verbracht hat, verteidigte den Irak-Krieg. „Ich glaube heute wie früher, dass diese Mission notwendig, machbar und edel war.“ Die USA hätten nur die Wahl gehabt zwischen einem „Krieg oder einer noch größeren Gefahr“. Bush habe sich der „der größten Herausforderung unserer Zeit gestellt“, sagte McCain. Der Senator war Bush vor vier Jahren bei der Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten unterlegen und hat den Präsidenten oft kritisiert. Kerry hatte McCain sogar zeitweise als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten gewinnen wollen.

Die Republikaner erinnerten immer wieder an die Terroranschläge des 11. September. Die Tagungsstätte im Madison Square Garden liegt nur rund fünf Kilometer von „Ground Zero“ entfernt, wo Terroristen die Zwillingstürme des World Trade Center zum Einsturz brachten. Mehr als 2 700 Menschen starben dort.

Bewegte, aufwühlende Reden von Angehörigen der Anschlagsopfer gaben dem politischen Thesen die wichtige emotionale Rückendeckung. „Mein Mann rannte in das World Trade Center, aber er kam nicht mehr heraus“, schilderte mit leiser Stimme Tara Stockpile das Schicksal ihres Mannes, der als Feuerwehrmann am Anschlagsort war. Solche Auftritte enthielten eine klare Botschaft: die Sehnsucht nach einem starken Mann, der auf den Schrecken eine Antwort hat.

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