Deutschland-Besuch
Putin und Merkel demonstrieren Harmonie

Der alte und neue russische Präsident Wladimir Putin hat sich bei seinem Deutschland-Besuch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Differenzen wurden heruntergespielt, beide wollten Einigkeit demonstrieren.
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BerlinDeutschland und Russland wollen auch in der neuen Amtszeit von Präsident Wladimir Putin eng zusammenarbeiten. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Putin betonten nach einem gemeinsamen Treffen am Freitag in Berlin, dass sowohl die wirtschaftlichen wie kulturellen Beziehungen ausgebaut werden sollten. Merkel sprach von „sehr intensiven und guten freundschaftlichen Beziehungen". Putin lobte das „produktive, offene und freundschaftliche Gespräch" mit Merkel.

Die erste Reise des wiedergewählten russischen Präsidenten war in Deutschland mit Skepsis betrachtet worden. Zum einen hatte auch die Bundesregierung Kritik an den Bedingungen der Wahl geäußert. Putin gilt anders als sein Vorgänger Dmitri Medwedew nicht als entschiedener Reformer. Unmittelbar vor dem Besuch hatte der stellvertretende russische Ministerpräsident Igor Schulwalow im „Handelsblatt" gesagt: „Es gibt wohl nicht genug Vertrauen. Übrigens auf beiden Seiten."

Merkel und Putin - der in der Pressekonferenz angesichts seiner guten Deutschkenntnisse keine Übersetzungshilfe nutzte - betonten deshalb ausdrücklich die bisherige gute Zusammenarbeit beider Länder. Der Wert des Handelsaustausches sei im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. 2013 werde es ein Deutschland-Jahr in Russland und umgekehrt geben. Im Oktober sollten erneut deutsch-russische Regierungskonsultationen, diesmal in Kasan, stattfinden.

Streitthemen wurden weitgehend vermieden. Merkel machte allerdings deutlich, dass Deutschland als Teil der Modernisierungspartnerschaft auch auf die Entwicklung der Zivilgesellschaft setze. „Ich habe von meiner Seite deutlich gemacht, dass die demokratische Vielfalt sich weiter entwickeln muss." Hintergrund ist die Klage der russischen Opposition, dass die Repressionen seit dem erneuten Amtsantritt Putin wieder zugenommen hätten.

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  • Jeder Baum und jede Blume würde es sagen: Russland ist der schönste Teil Europas . Wir haben die Bilder von Iwan Iwanowitsch Schischkin gesehen . Live . Ohne Worte . Wir wollen Russlands Seele .

  • Ja, ich gehe davon aus, dass Frau Merkel eingefallen ist, mit Rußland langfristig umfangreiche Wirtschaftsbeziehungen in allen Bereichen zu pflegen und auszubauen.
    Für Deutschland kann das ein Segen sein. Auch politisch sollten wir nicht immer nur die guten Amerikaner und bösen Russen sehen. Mir ist ein Russe genauso lieb wie ein Amerilaner. In Russland sind die wirtschafts- und politischen potenziale so groß, dass wir deutschen die Russen vielmehr in unsere Entwicklungen mit einbeziehen müssen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Nachholebedarf an lebensnotwendigen Konsumgütern und lebensnotwendigen Erwartungen besonders in den ländlichen Regionen ist für die nächsten 100 Jahre damit gesichert.
    Frau Merkel halten Sie sich die Russen warm. Trotz verhehrender Kriegsverbrechen durch Deutschland im II. Weltkrieg, die die heutige Generation nicht mehr zu veranworten hat, sind die Russen ein verzeihendes, über Deutschland gutdenkendes Volk.

  • Wenn der seiner Freiheit beraubte Adler in der Hofmitte, keinen gesunden Nachwuchs hervorbringt, schon halb blind vor Sparzwang seine Wächterfunktion aufgibt, hat der mächtige Bär leichtes Spiel, wenn der Westwind den gammligen Aasgeruch der PIGS, der Gallischen Hähne, der Käseleiber und weiterer Bauernopfer langsam aber stetig, über die maroden Zäune und Mauern trägt.

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