„Deutschland macht es besser“ Frankreich fällt im Leistungsvergleich durch

Die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich ist kompliziert: Beide sind gute Nachbarn, freundschaftliche Partner - und Rivalen. Doch das Kräfteverhältnis ist ungleich: Frankreich hinkt immer häufiger hinterher.
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Franzose mit „Vive la France“-Schild in Paris: Immer häufiger hat die Grande Nation das Nachsehen. Quelle: dpa

Franzose mit „Vive la France“-Schild in Paris: Immer häufiger hat die Grande Nation das Nachsehen.

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ParisVon einem „unsichtbaren Feind“ sprach François Hollande im Wahlkampf. Den gibt es tatsächlich, nur hat der Sozialist ihn verkannt: Nicht der Finanzsektor, wie er es meinte, ist der größte Feind des neuen Präsidenten, sondern die kollektive Depression. Die Franzosen sehen schwarz für ihr Land. Fast zwei Drittel von ihnen erwarten, dass Frankreich dasselbe Schicksal droht wie Spanien und Griechenland: wirtschaftlicher Niedergang und extrem harte Sparmaßnahmen.

Die psychologische und politische Lähmung des Landes zu durchbrechen ist die wichtigste Aufgabe des Hausherrn im Élysée-Palast. Als Vergleichsmaßstab gilt mittlerweile Deutschland, der große Nachbar. Dem aber trotz aller Distanz auch Bewunderung zuteil wird. Im Wahlkampf überboten sich Noch-Präsident Nicolas Sarkozy und Herausforderer Hollande mit Lobpreisungen des deutschen Modells. „Meine Arbeit basiert darauf, unser System an das deutsche anzupassen - denn das funktioniert“, sagte Sarkozy bereits im Oktober 2011. Und Hollande ergänzte vergangene Woche: „Deutschland hat es besser gemacht als wir.“

In der Tat: Frankreich ist gegenüber der Bundesrepublik zurückgefallen. Das zeigt auch der Handelsblatt-Leistungsvergleich: Die Staatsverschuldung ist höher - Tendenz steigend. Die Arbeitslosigkeit ist höher - Tendenz steigend. Und die französische Staatsquote liegt deutlich über der deutschen - Tendenz ebenfalls steigend. Die Wettbewerbsfähigkeit französischer Unternehmen dagegen sinkt.

Pluspunkte sammelt Frankreich lediglich mit einer deutlich höheren Geburtenrate. Auch die Banken des Nachbarn - drei spielen in der internationalen Liga mit - stehen im Vergleich zu den deutschen Geldhäusern nicht schlecht da.

Die schwache Bilanz Frankreichs im Ländervergleich veranschaulicht, wie anspruchsvoll die Agenda des neuen Staatspräsidenten Hollande sein wird.

Den Marsch in den Schuldenstaat und den Niedergang der Industrie aufzuhalten, das sind die wichtigsten seiner Aufgaben. Nur so kann er die Beschäftigung stärken und den Außenhandel wieder ins Lot bringen. Die Ziele sind ambitioniert. Aber dafür genießt der französische Präsident eine Machtfülle, die sogar über die des amerikanischen Regierungschefs hinausgeht.

Zwölf Milliarden Euro fehlen
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  • Viele Politiker haben es noch nicht begriffen: der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Wahrung.

    Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

    1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

    2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

    3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

    4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt, wie unter dem Euro, ständig zu verlieren! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

    5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

    6. Die Abwertung, zB der griechischen Drachme und der italienischen Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

    7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

    Deswegen brauchen wir in Deutschland und in Europa unsere eigenen Länderwährungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen und unsere politische Freiheit zu retten.

  • "Deutschland hat es besser gemacht":

    Reallohnentwicklung von 1991 bis 2011: MINUS 5 Prozent.

    Die unternen 50 Prozent der deutschen Bevölkerung (40 Millionen Menschen) haben kein Vermögen, den oberen 15 Prozent gehören ca. 2/3 des Gesamtvermögen.

  • WahrlichichsageEuch,

    genau,dann bekommen wir mal wieder richtig auf die Schnauze. Dazu müssen wir aber 5 Armmeen aus Afghanistan abziehen und noch 3 aus dem Kosovo.

  • Anonymer Benutzer: winter,

    Ja,und so sind dann auch die Neubauwohnungen in Paris doppelt so teuer als in München. Der Chef kauft sie alle.

  • @xyz, Frankreich ist nicht so sehr vom Demographischen Wandel betroffen wie Deutschland, dafür hat unser Nachbar aber in Hinsicht Ethnodemographischen Wandel die Nase vor. Wer einmal in einer der französischen Städte gewohnt hat, wird mit Wehmut an Neukölln denken.

  • ja, die haben 35 h Woche, die dann aber arbeitnehmerseitig positiv ausgelegt wird, Rente mit 50 und überhaupt, was soll das blöde Arbeiten für einen Chef...

  • @PeterScholz1: "...zu wenig Kriegszerstörung?" Solln wer nochma rübermachen?

  • karstenberwanger,

    das ist keine Frage, die Ghettos müssen aufgelöst werden! Gut war es,nach den Krawallen in Dijon mit den Abrißarbeiten zu beginnen. Was ist nur daraus geworden?

    http://www.bps-niedenstein.de/

  • .....Gott bewahre uns in Deutschland vor den Sozialisten. Doch jetzt sehen wir sie überall aus den Hinterzimmern nach Vorne kommen. In Frankreich war der Auftakt. Kann nur sagen, dass es jetzt ungemütlich wird. Stehen doch auch bald bei uns Neuwahlen an. Wir sollten nicht weiter auf Frau Merkel herumhacken. Die Frau gibt sich redlich Mühe, mit ihrem schwiegigen Koalitionspartner den Flugzeugträger Deutschland über die Weltmeere zu schippern. Wird sie abgelöst durch einen Sozialdemokraten, werden wir zum größten und effektivsten Steuerstaat in der westlichen Welt. Denn das wird kommen, weil die Sozialisten nichts anderes gelernt haben. Ich befinde mich gerade im hohen Norden Europas, wo die Menschen von den Sozialisten die Nase voll haben.

  • Widerlich - ihr Foto im Aufmacher für diesen Artikel. Einfach nur widerlich.

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