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Deutschland und Frankreich: Tarifverdienste steigen im Gleichschritt

In Deutschland und Frankreich sind die tariflichen Einkommen 2011 fast genau gleich gestiegen. Doch die Franzosen hatten er mehr von ihrem Verdienst: Die Verbraucherpreise zogen in Deutschland stärker an.

Eine Montagehalle bei einem Autohersteller. Quelle: dapd
Eine Montagehalle bei einem Autohersteller. Quelle: dapd

WiesbadenDie Tarifverdienste in Deutschland und Frankreich steigen weiter fast im Gleichschritt. Im vergangenen Jahr erhöhten sich die tariflichen Monatsverdienste in der Privatwirtschaft in Deutschland um 2,1 Prozent und in Frankreich um 2,2 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Allerdings hatten die Arbeitnehmer in Frankreich mehr von dem Lohnplus, weil die Verbraucherpreise dort nur um 2,3 Prozent anzogen, in Deutschland aber um 2,5 Prozent.

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2010 hatten der Anstieg der Tarifverdienste in beiden Staaten mit jeweils 1,8 Prozent gleichauf gelegen, auch 2008 hatte sich die Entlohnung auf beiden Seiten des Rheins mit jeweils plus 3,0 Prozent parallel entwickelt. 2007 waren die Tarifabschlüsse in Frankreich höher als im Nachbarland, 2009 in Deutschland. Frankreich ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union.

Europa-Konjunktur

Aussagen über das Niveau der Tarifverdienste in den Nachbarländern machte das Statistische Bundesamt nicht. Die Arbeitskosten insgesamt - also Bruttoverdienste plus Lohnnebenkosten - lagen 2011 in Frankreich aber höher als in Deutschland: Eine Arbeitsstunde kostete in der französischen Privatwirtschaft 34,20 Euro und damit 12 Prozent oder 4,10 Euro mehr als in Deutschland.

Zwischen 2001 und 2011 hatte Deutschland mit plus 19,4 Prozent den mit Abstand geringsten Anstieg der Arbeitskosten aller Mitgliedstaaten der EU - was tendenziell die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exportunternehmen auf dem Weltmarkt erhöht.

  • 25.06.2012, 11:54 UhrAgainstTheThruth

    wenn der export irgendwann einbricht, hat deutschland massive probleme. warum schauen wir immer nur auf den export? es ist doch klar. die verbraucherpreise stiegen überdurchschnittlich und wir haben den geringsten anstieg der arbeitskosten der eu. die binnenkonjuntur wird somit noch weiter abgewürkt und dass könnte uns irgendwann auf die füße fallen.

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