Deutschland und Südafrika als Vorreiter
Steuerwettbewerb soll Thema auf G20-Gipfel werden

Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder Terrorismusfinanzierung sind nur einige der Auswüchse des unfairen Steuerwettbewerbs im internationalen Rahmen. Mit dieser wachsenden Problematik soll sich nach dem Willen Deutschlands und Südafrikas auch der G20-Gipfel beschäftigen.

HB PRETORIA. Die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) soll sich nach dem Willen Deutschlands und Südafrikas bei ihrem Gipfeltreffen im November in Berlin mit Maßnahmen gegen den unfairen Steuerwettbewerb im internationalen Rahmen und die Finanzierung des Terrorismus befassen.

„Wir werden den G20-Gipfel nutzen, um die Probleme Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung zu diskutieren“, sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel am Mittwoch nach einem Gespräch mit seinem südafrikanischen Amtskollegen Trevor Manuel. Ein Sprecher Eichels ergänzte, beide seien sich einig gewesen, dass die G20 eine gemeinsame Linie zur Unterbindung des schädlichen Steuerwettbewerbs erarbeiten solle. Entsprechende Bemühungen sollten vor dem November-Treffen im Rahmen der Aktionsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäsche (FATF) laufen. Eine gemeinsame Linie der G20 sollte sich an dem von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelten Kodex für eine faire und gute Besteuerung orientieren.

Eichel besucht derzeit in Vorbereitung der G20-Konferenz Südafrika. Dabei würdigte er dem Sprecher zufolge die Erfolge des Landes bei der Bekämpfung der Korruption und der Schaffung von mehr Transparenz im Wirtschaftsgeschehen. Die Ambitionen des Landes, in zwei Jahren den Vorsitz der G20 zu übernehmen, kamen dem Sprecher zufolge nicht zur Sprache.

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