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23.02.2008 
Eupol

Deutschland will mehr Polizisten nach Afghanistan schicken

In einem gemeinsamen Zeitungsbeitrag schlagen Außenimister Steinmeier und Innenminister Schäuble eine verdopplung der deutschen Polizeiberater in Afghanistan vor. Insgesamt müsse die europäische Polizeimission Europol, für die 200 Polizisten eingeplant sind, auf 400 ausgeweitet werden.

HB BERLIN. Deutschland will die Zahl seiner Polizeiberater in Afghanistan von 60 auf 120 verdoppeln. Das schlugen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in einem gemeinsam verfassten Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ vor. Insgesamt müsse die europäische Polizeimission Eupol, für die bisher 200 Polizeikräfte vorgesehen sind, auf 400 erhöht werden.

„Wir treten dafür ein, das Personalkontingent von Eupol zu verdoppeln und werden unseren europäischen Kollegen entsprechende Vorschläge unterbreiten“, schreiben Schäuble und Steinmeier. Deutschland werde dann statt der bereits angebotenen 60 insgesamt 120 Polizisten für den Dienst in Afghanistan anbieten.

Die europäische Union hat Eupol bisher nicht wie geplant ausgestattet. „Nach einer schwierigen Startphase“, so Schäuble und Steinmeier, fasse die Polizeimission nun aber endlich Tritt. Bis zum April sollten 200 europäische Polizeiberater landesweit im Einsatz sein. Die Schwierigkeiten dürften jedoch keine Rechtfertigung sein, vor der übernommenen Verantwortung zurückzuweichen.

In der afghanischen Nordprovinz Takhar eröffnete die Bundeswehr am Samstag ein permanent besetztes „Regionales Beraterteam“ (PAT). Die bis zu 50 Mitarbeiter in der Provinzhauptstadt Taloqan haben eine zivil-militärische Führung, wie die Bundeswehr in Berlin mitteilte. Sie sollen „in enger Abstimmung mit der afghanischen Regierung und den internationalen Partnern dazu beitragen, dass auch in der Provinz Takhar die Bedingungen für erfolgreichen Wiederaufbau verbessert werden.

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