Deutschlandbesuch
Chinas Präsident zum Abschluss in NRW

Der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao hat zum Abschluss seiner dreitägigen Deutschlandreise Nordrhein-Westfalen besucht. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers betonte sein Interesse am Ausbau der Zusammenarbeit.

HB DÜSSELDORF. China ist der sechstgrößte Handelspartner des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. 2004 lag das Handelsvolumen bei insgesamt 14 Milliarden Euro. In NRW gibt es rund 150 chinesische Unternehmen, in China sind rund 400 NRW-Firmen vertreten. Insgesamt leben rund 20 000 Chinesen an Rhein und Ruhr. Exportiert werden vor allem Produkte aus dem Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau einschließlich Bergbautechnik. Erst jüngst hatte die Deutsche Bergbau Technik (DBT) - eine Tochter des Chemie- und Bergbaukonzerns RAG - drei Aufträge im Gesamtvolumen von 160 Millionen Euro erhalten.

In Düsseldorf traf er mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zusammen. Am Nachmittag informierte er sich in Dortmund über den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Auf dem Programm stand auch ein Besuch bei einer deutschen Bergbauingenieurs-Familie. Für den Abend hatte Rüttgers den Staatschef und dessen Gattin Liu Yongqing zu einem Abendessen in Düsseldorf eingeladen. Hu fliegt am Sonntag nach Spanien weiter.

In einem Gespräch mit Hu „in sehr freundlicher Atmosphäre“ betonte Rüttgers nach Angaben von Regierungssprecher Thomas Kemper sein Interesse am Ausbau der Zusammenarbeit, unter anderem im Hochschulbereich. Rüttgers regte auch die Einrichtung eines gemeinsamen Expertenforums zum Thema Strukturwandel an. Im Gespräch betonte der CDU-Ministerpräsident, dass er große Achtung vor der chinesischen Kultur habe, aber auch Achtung vor dem Fortschritt in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Er bat Hu darum zu prüfen, ob in NRW ein chinesisches Generalkonsulat errichtet werden könne.

Bislang sei das Generalkonsulat in Frankfurt/Main für NRW zuständig. Aus Protest gegen die Verletzung von Menschenrechten in China demonstrierten in Düsseldorf nach Polizeiangaben rund 150 Menschen friedlich. In Düsseldorf und Dortmund gab es außerdem mehrere Mahnwachen von Menschenrechtsorganisationen sowie der Kultbewegung Falun Gong.

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