Dialog der Regierungen
Nord- und Südkorea verhandeln nur kurz

Die ersten Gespräche zwischen Nord- und Südkorea seit Monaten sind nach nur kurzer Dauer zu Ende gegangen: Ranghohe Offiziere beider Seiten kamen am Donnerstag an der schwer bewachten Grenze für rund 90 Minuten zusammen.

HB SEOUL. Das teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Es sei über Möglichkeiten gesprochen worden, die Spannungen zwischen beiden Seiten abzubauen. Das Ministerium äußerte sich nicht dazu, ob dabei Fortschritte erzielt wurden. Der nordkoreanische Gesandte Pak Rim Su sagte zu Beginn der Gespräche, die Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden seien in einem sehr schlechten Zustand.

Die Regierung in Pjöngjang hatte den Dialog mit der Regierung in Seoul abgebrochen, nachdem der südkoreanische Präsidenten Lee Myung Bak im Februar sein Amt angetreten hatte. Der konservative Lee hatte angekündigt, er wolle wirtschaftliche Hilfen für den Norden künftig an Fortschritte bei der Aufgabe des nordkoreanischen Atomprogramms knüpfen. In der vergangenen Woche hatte der verarmte Norden überraschend die Gespräche vorgeschlagen. Die neuen Unterredungen fielen mit dem Besuch des US-Chefunterhändlers Christopher Hill zusammen, der am Mittwoch in Pjöngjang eintraf. Hill soll die kommunistische Regierung Nordkoreas davon abbringen, ihr Atomprogramm wie angekündigt wieder aufzunehmen.

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