Dialog mit Mexiko
USA fürchten Drogenkrieg im eigenen Land

Die USA und Mexiko wollen bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität enger zusammenarbeiten. Washington fürchtet, dass der auf der mexikanischen Seite der Grenze tobende Krieg zwischen Drogenkartellen auf das eigene Land übergreifen könnte.

CIUDAD JUÁREZ. Das Thema ist deshalb ein Schwerpunkt der zweitägigen Reise von US-Außenministerin Hillary Clinton nach Mexiko. Ihre Visite bildet den Auftakt zu einer Reihe hochrangiger Besuche von US-Regierungsvertretern.

Für US-Präsident Barack Obama, der das Nachbarland Mitte April besucht, sind die Beziehungen zu Mexiko von höchster Wichtigkeit. Anfang Januar hatte das US-Verteidigungsministerium den südlichen Nachbarn in einem Atemzug mit Pakistan als „nationales Sicherheitsrisiko“ bezeichnet, da die mexikanische Regierung nahe der Grenze die Kontrolle an die Drogenkartelle verloren habe.

US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano kündigte deshalb kurz vor Clintons Reise an, im Kampf gegen die Kartelle die Sicherheitskräfte entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko zu verdoppeln. Fahrzeuge, die täglich die Grenze passieren, sollen stärker kontrolliert werden. Allerdings zweifelt Napolitano selbst am Erfolg der Maßnahmen: „Während wir unsere Anstrengungen gegen grenzüberschreitende Kriminalität verstärken, leugnen wir nicht, dass wir einen Anstieg bestimmter Verbrechen erleben könnten“, sagte sie.

Sorge bereitet der US-Regierung vor allem die drastische Zunahme von Gewalt und Entführungen in den US-Bundesstaaten Texas und Arizona. Sie könnten Ergebnis der starken Präsenz der mexikanischen Mafias in US-Großstädten sein. Nach einem Bericht des US-Senators Richard Durbin im Rechtsausschuss sind die mexikanischen Kartelle in 230 Städten der USA präsent.

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