Die Hisbollah droht wieder
Ein Toter in Israel bei Granatenbeschuss

Erstmals seit dem israelischen Abzug aus dem Südlibanon vor drei Jahren ist am Sonntag in Israel ein Mensch durch Granatenbeschuss der libanesischen Hisbollah getötet worden. Aus israelischen Militärkreisen verlautete, die Hisbollah habe Flugabwehr-Granaten abgefeuert, die auf den nordisraelischen Ort Schlomi gefallen seien.

Reuters SCHLOMI. Ein Mensch sei getötet und vier weitere seien verletzt worden. Die israelfeindliche Hisbollah erklärte in einem Fax an die Nachrichtenagentur Reuters in Beirut: „Eine Flugabwehrstellung des islamischen Widerstandes ist gegen Flugzeuge des zionistischen Feindes vorgegangen, die die libanesische Souveränität über dem westlichen Sektor des Südlibanons verletzt hatten.“

In den vergangenen Wochen hat die Hisbollah wiederholt mit Flugabwehrfeuer auf angebliche israelische Überflüge im Südlibanon reagiert. Dabei waren auch Granaten auf israelische Ortschaften niedergegangen, es war aber niemand verletzt worden. „Dies ist eine Provokation der Hisbollah“, sagte der israelische Vize-Verteidigungsminister Seew Boim im Armeerundfunk. „Dies ist kein Flugabwehrfeuer, dies ist Feuer gegen Menschen. Hisbollah spielt mit dem Feuer.“ Er fügte hinzu: „Wir haben nicht den Wunsch, eine neue Front zu eröffnen, (...) wir können aber nicht zulassen, dass unseren Leute im Norden Leid geschieht.“

Am Freitag hatten Hisbollah-Kämpfer erstmals seit Januar einen israelischen Grenzposten bei den Scheeba-Höfen angegriffen. Die Höfe liegen nahe der Grenze zwischen Israel und dem Libanon sowie den von Israel besetzten Golan-Höhen, die Syrien zurückverlangt. Die Hisbollah hat den Angriff vom Freitag als Vergeltung für den Tod eines Hisbollah-Funktionärs bezeichnet, der vor einer Woche in Beirut bei einer Autobomben-Explosion getötet worden war.

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