Die Militäroperation begann am Donnerstagnachmittag
Zahlreiche Tote bei heftigen Gefechten in Nadschaf

Mehrere Dutzend irakische Kämpfer sollen in Nadschaf bei schweren Gefechten zwischen schiitischen Milizionären und US-Soldaten getötet worden seien. Das berichtete der arabische TV-Sender El Arabija am Donnerstag.

HB BAGDAD. Der arabische TV-Sender El Arabija berichtete, die Soldaten hätten mehr als 40 militante Anhänger des Schiiten-Predigers Muktada es Sadr getötet. Vom US-Militär gab es dazu zunächst keine Bestätigung.

Nach arabischen Medienberichten vertrieben die Einheiten bewaffnete Anhänger el Sadrs aus dem Gouverneursamt der Stadt. Die Amerikaner seien mit Panzern und Artillerieunterstützung vom Stadtrand auf das Gebäude vorgerückt. In die Nähe der etwa vier Kilometer entfernt gelegenen heiligen Stätten von Nadschaf kamen sie dabei nicht.

Die Militäroperation begann am Donnerstagnachmittag. Unmittelbar zuvor hatte der US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, einen neuen Gouverneur für die Provinz Nadschaf ernannt. Bremer griff in einer Ansprache die Milizen El Sadrs, die Anfang April die Schreine und die wichtigsten Amtsgebäude in Nadschaf unter ihre Kontrolle gebracht hatte, scharf an. Bei ihnen handle es sich um „gesetzlose Gruppen“, die ihre Mitbürger terrorisierten, mit Waffengewalt öffentliches Eigentum besetzt hätten und „mit der Schaffung eigener Gerichte und Gefängnisse außerhalb jeder Rechtsstaatlichkeit agieren“.

El Sadr wird vom US-Militär steckbrieflich gesucht. Er hält sich in dem zehn Kilometer von Nadschaf entfernten Kufa verschanzt. Seine Miliz, die so genannte Mahdi-Armee, hatte sich in den vergangenen Tagen mehrfach Gefechte mit US-Truppen in Kufa, Nadschaf und Kerbela geliefert. Die militanten Schiiten griffen außerdem regelmäßig mit Mörsern die US-Basen und die Lager der verbündeten bulgarischen und polnischen Truppen in der Region an.

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