Die neue Außenministerin
Margaret Beckett – Musterministerin

Während viele noch rätseln, warum Jack Straw seinen Job als britischer Außenminister verlor, hat sich seine Nachfolgerin Margaret Beckett auf den Weg nach New York zum Außenminister-Treffen über die Iran-Frage gemacht.

LONDON. Während viele noch rätseln, warum Jack Straw seinen Job als britischer Außenminister verlor, hat sich seine Nachfolgerin Margaret Beckett auf den Weg nach New York zum Außenminister-Treffen über die Iran-Frage gemacht. Ohne jegliches Aufheben. Ohne einen Ton zu sagen. So wie es ihre Art ist.

Hatte tatsächlich, wie böse Zungen behaupten, US-Präsident George Bush zum Hörer gegriffen und Straws Entlassung angemahnt? Seit Straw die militärische Option im Iran-Konflikt als „undenkbar“ und gar „nuts“ (wahnsinnig) bezeichnete, hatte man immer das Gefühl, Premierminister Tony Blair und sein Außenminister funkten in diesem Punkt nicht auf der gleichen Wellenlänge. Oder wurde Blair wegen des Dauerflirts seines Außenministers mit seiner US-Amtskollegin „Condi“ Rice eifersüchtig? Bei Condis Besuch in Straws Wahlkreis Bradford im April waren die beiden zwei Tage lang rund um die Uhr im Fernsehen zu sehen.

Margaret Beckett könnte so was nicht passieren. Die 63-Jährige mit dem fliehenden Kinn ist fleißig wie eine Biene, hält wenig von theatralischen Auftritten und lässt sich den Vorwurf, etwas bieder und sogar langweilig zu sein, gerne gefallen. „Lesen, Kochen und Wohnwagen-Urlaub" gibt sie als ihre Hobbies an. Während andere New Labour-Politiker zum Urlaub in die Toskana eilen, macht sie Camping in Derbyshire.

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