„Die Probleme sind miteinander verknüpft“
UN-Sonderbeauftragter: Israels Politik vergiftet den Nahen Osten

Lakhdar Brahimi, der UN-Sonderbeauftragte für den Irak, hat Israel vorgeworfen, mit seiner Repressionspolitik gegen die Palästinenser den Nahen Osten zu vergiften und die Lage im Irak zu verschlimmern.

HB PARIS. „Die Probleme sind miteinander verknüpft“, sagte Brahimi am Mittwoch dem Rundfunksender France Inter. „Die sehr gewaltsame Politik der totalen Sicherheit, der völligen Unterdrückung, und auch diese Verbissenheit, immer mehr palästinensisches Gebiet zu besetzen, das verbessert die Lage nicht.“ Den USA warf Brahimi vor, diese ungerechte Politik zu unterstützen.

Zum Irak sagte Brahimi, die UN wollten der zum 1. Juli geplanten provisorischen Regierung helfen, ihre Souveränität auszuüben und das Besatzungsregime zu beenden. Doch die Wirklichkeit sei komplizierter. Es werde dort weiterhin 130 000 Amerikaner und bis zu 40 000 Briten geben. „Es wird darum gehen, ihre Rolle, ihr Statut und ihre Beziehungen zur souveränen irakischen Regierung zu definieren“, sagte Brahimi. Zudem müsse die „wirtschaftliche Hypermacht“ USA „lernen, mit dem Rest der Welt zu leben“, wie „wir alle lernen müssen, wie man mit dieser Hypermacht zusammenleben kann“.

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