Die Rebellen in Haiti haben mehrere Städte erobert
USA wollen Lage in Haiti erkunden

Die USA haben die Entsendung eines militärischen Erkundungsteams nach Haiti angekündigt, wo eine Rebellion die Regierung von Präsident Jean-Bertrand Aristide bedroht.

HB WASHINGTON. US-Außenminister Colin Powell hatte zuvor erstmals öffentlich erklärt, dass ein Rücktritt Aristides eine Lösung der seit Wochen anhaltenden Krise sein könnte. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Lawrence Di Rita, sagte am Donnerstag, auf Bitten des US-Botschafters James Foley sollten drei oder vier Militärangehörige die Sicherheitslage prüfen. Die Gruppe werde vermutlich innerhalb von 48 Stunden aufbrechen. „Es gibt weiterhin ein großes Interesse daran, diese Frage politisch zu lösen“, betonte er. Das Verteidigungsministerium teilte weiter mit, die Soldaten würden nicht der Regierung helfen. Wie lange sie in dem Karibik-Staat bleiben werden, war zunächst unklar.

In einem Interview mit dem Sender ABC sagte Powell, die US-Vorstellungen sähen zwar nicht den Rücktritt des gewählten Präsidenten vor. „Aber wissen Sie, wenn ein Abkommen erzielt wird, das in eine andere Richtung geht, ist das in Ordnung.“ Die USA hatten Aristide vor einem Jahrzehnt nach einem Putsch bei der Rückkehr zur Macht geholfen. Sie haben bei den jüngsten Kämpfen seine Bitten um Hilfe jedoch zurückgewiesen. Die Rebellen in Haiti haben mehrere Städte erobert. Aristide hat erklärt, bis zum Ende seiner Amtszeit 2006 im Amt bleiben zu wollen.

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