Die Regierung will die Mindestbeitragsdauer auf 40 Jahre und das Rentenalter auf 65 Jahre herauf setzen
Großdemonstration in Rom gegen Rentenreform

Gegen die Rentenreform ihrer Regierung haben am Samstag Hunderttausende Italiener demonstriert. Sie zogen laut protestierend durch Rom.

HB BERLIN. In Rom haben am Samstag Hunderttausende gegen die Rentenreform demonstriert. Die hatte die italienische Regierung vor gut zwei Monaten verabschiedet. Die Menschen zogen am Vormittag unter lautstarkem Protest durch die Straßen. Nach Angaben von Gewerkschaften und Oppositionspolitikern nahmen mehr als eine Million Menschen an der Demonstration teil.

Es gehe nicht darum, «die Regierung zu stürzen», sondern sie zu einem «Kurswechsel» zu bewegen, sagte Savino Pezzotta, Vorsitzender des katholisch orientierten Gewerkschaftsverbands CISL. Die drei Demonstrationszüge sollten sich gegen Mittag auf dem Platz vor der Basilika Sankt Johannes im Lateran vereinigen.

Ende Oktober hatte ein landesweiter Streik gegen die Reform den Alltag in Italien stark beeinflusst und das öffentliche Leben teilweise gelähmt. Die Kritik der Italiener richtet sich gegen die Pläne der Regierung, Nach den Plänen der Regierung sollen die Mindestbeitragsdauer auf 40 Jahre und das Rentenalter auf 65 Jahre heraufgesetzt werden. Bisher bekommen Beitragszahler in Italien nach 35 Beitragsjahren und ab 57 Lebensjahren die volle Rente. Die Reform soll 2008 in Kraft treten.

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