Die Türkei präsentiert sich als stolzer Nato-Gipfel-Gastgeber
Nato-Gipfel: Istanbul im Ausnahmezustand

Istanbul befindet sich im Ausnahmezustand. Für den kommende Woche stattfindenden Nato-Gipfel bereitet sich die am Bosporus gelegen Stadt mit bisher nicht da gewesenen Sicherheitsvorkherungen auf die wichtige Tagung vor.

HB ISTANBUL. Um mögliche Terroranschläge zu Lande, vom Wasser und aus der Luft abzuwehren, nimmt die Zehn-Millionen-Stadt ein lähmendes Verkehrschaos in Kauf. Für drei Tage verwandeln sich weite Bereiche Istanbuls in verbotene Zonen.

Die verheerenden Selbstmordanschläge islamischer Terroristen auf Synagogen und britische Einrichtungen vom vergangenen November mit mehr als 60 Toten sind nicht vergessen. Man rückt eben zusammen, wenn Gäste kommen, beschwichtigt Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der sich in der Rolle des Gastgebers des ersten Nato-Gipfels auf türkischem Boden dennoch sichtlich wohl fühlt.

Die Zufriedenheit über die enorme Aufwertung, die das Land an der Schnittstelle zwischen der islamischen und der westlichen Welt in jüngster Zeit erfahren hat, ist Erdogan förmlich ins Gesicht geschrieben. Jahre lang habe die Türkei in der internationalen Arena keine große Rolle gespielt. „Aber jetzt gehört sie zu den Akteuren auf dem Platz“, frohlockte Erdogan nach seiner Rückkehr vom G8-Gipfel der wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russlands, zu dem ihn US-Präsident George W. Bush als „demokratischen Partner“ für eine Modernisierung des Nahen und Mittleren Ostens geladen hatte.

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