Die Weltbank warnt
Verteuerte Lebensmittel gefährden Millionen

Unruhen wegen explodierender Lebensmittelpreise befürchtet die Weltbank nicht. Doch deren Präsident warnt: Allein im Juli wurden Nahrungsmittel um zehn Prozent teurer - das bedrohe die Gesundheit von Millionen Menschen.
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WashingtonDer Preisanstieg bei Nahrungsmitteln infolge der Dürre in den USA und Osteuropa bedroht nach Angaben der Weltbank Millionen Menschen weltweit. "Die Nahrungsmittelpreise sind erneut brutal angestiegen und bedrohen die Gesundheit und das Wohlbefinden von Millionen Menschen", warnte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim am Donnerstag. Dabei seien die Menschen in Afrika und dem Nahen Osten besonders bedroht.

Der Preis für Weizen und Mais erhöhte sich von Juni auf Juli um jeweils 25 Prozent, der für Sojabohnen um 17 Prozent. Nur Reis verbilligte sich um vier Prozent. Allein im Juli verteuerten sich Nahrungsmittel insgesamt um zehn Prozent, wie die Weltbank am Donnerstag mitteilte. In einigen Länder seien die Preise besonders krass in die Höhe geschossen: So sei in Mosambik der Preis für Mais innerhalb eines Monat um 113 Prozent gestiegen.

Grund für den Preisanstieg sei vor allem die Dürre in den USA, dem weltweit größten Exporteur von Soja und Mais. Auch in Russland, Weißrussland und Kasachstan sei der Sommer besonders trocken gewesen.

Eine ähnlich schlimme Krise wie 2008, als die Lebensmittelpreise explodiert waren und es in mehreren Staaten zu Unruhen kam, befürchtet die Weltbank aber noch nicht. Negative Faktoren wie schwache Ernten oder ein starker Anstieg der Energiekosten könnten die Lebensmittelpreise aber auf das Niveau von vor vier Jahren treiben.

Die Weltbank erklärte ihre Bereitschaft, ihr Hilfsprogramm für die Landwirtschaft aufzustocken, für das die internationale Entwicklungshilfeorganisation dieses Jahr mehr als neun Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) vorgesehen hat.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Die Weltbank warnt: Verteuerte Lebensmittel gefährden Millionen"

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  • Keine Rendite zu Lasten der Ärmsten
    Setze Dich mit uns für mehr Gerechtigkeit ein und sage NEIN zu Finanzprodukten, die Menschen in den Hunger spekulieren! Die Initiative handle-fair.de freut sich über Deinen befürwortenden Kommentar.

  • ---@ HotSix

    keine Panik

    - AIDS
    - BIO-Essen
    - BIO Sprit

    werden da schon eine Entspannung bringen. Also liebe Mitbürger, unterstützt das BIO-Essen und den E10, bekämpft die Gentechnik und bald ist das Bevölkerungswachstum beendet.

    Aber mal ehrlich, wo soll das denn enden?
    Kann es wirklich unser Ziel sein, dass sich gewisse Menschgruppen sich wie die Karnickel vermehren. Wachstum ohne Begrenzung ist KREBS. Und das geht so lange gut, bis das ganze System zusammen bricht. Denkt was ihr wollt, aber auch Atlantis hat es nicht überstanden, dass man sich nachhaltig gegen Sinn und Verstand verstößt.

  • http://www.wdr.de/tv/monitor/

    Da gab es gestern von Monitor einen ausführlichen Bericht
    dazu..das Geschäft mit dem Hunger und wie deutsche Banken
    mitverdienen..
    außerdem Aufklärung über EnBw und deren deutsche Steuergeld Millionenverteilung in Russland..

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