Die Wende von der Wende: Atomkraft? Ja, bitte!

Die Wende von der Wende
Atomkraft? Ja, bitte!

In Deutschland läutete die Katastrophe von Fukushima die Energiewende ein. Der Atomausstieg war kurz danach beschlossene Sache. Dagegen kehrt Japan zur Atomkraft zurück – und steht mit dieser Politik nicht alleine da.
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Tokio/Berlin/ParisSeit dem Atomunfall in Japan 2011 gilt Fukushima als Reizwort. Bisher stand es vor allem dafür, dass die Zukunft der Energiegewinnung anders aussehen musste als eben durch Kernkraft. Ein Grund, weshalb Deutschland den Atomausstieg beschlossen hat. Doch die Wirkung Fukushimas ist inzwischen bei vielen Politikern verpufft – selbst in Tokio.

Im September 2012 verkündete die Regierung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda (Demokratische Partei) einen Plan zum Atomausstieg bis 2040. Doch Ende 2012 stellte allerdings der wenige Tage zuvor gewählte neue Regierungschef Shinzo Abe von der Liberaldemokratischen Partei den Ausstiegsplan wieder auf den Prüfstand.

Und diese Tage ließ der Rechtskonservative die Öffentlichkeit wissen: Japan werde die derzeit heruntergefahrenen Atomkraftwerke im Lande wieder in Betrieb nehmen, sobald ihre Sicherheit bestätigt sei. Die Botschaft ist klar: Der von seinem Vorgänger beschlossene Atomausstieg bis 2040 wird rückgängig gemacht.

Doch Abe dürfe erst nach der Oberhauswahl im Juli grünes Licht zum Wiederanfahren der Reaktoren geben. Abes LDP hat im Oberhaus keine Mehrheit, braucht sie aber für eine stabile Regierung.

Von den 50 Reaktoren im Land sind derzeit nur zwei in Betrieb – im AKW Oi in der Provinz Fukui. Nach der Katastrophe im AKW Fukushima Daiichi am 11. März 2011 waren sämtliche Reaktoren im Lande wegen Sicherheitsüberprüfungen und Wartungsarbeiten Schritt für Schritt heruntergefahren worden. Für rund zwei Monate, zwischen Mai und Juli vergangenen Jahres, war die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt völlig frei von Atomstrom.

Kommentare zu " Die Wende von der Wende: Atomkraft? Ja, bitte!"

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  • Die Kohle lagt schon 300 000 000 Jahre ungestört unter dem Ruhrgiet, bis der mensch auf die Idee kam,. die Kohle heraufzuholen.

    Unter dem 10 Flöz im südlchen Münsterland, da würde ich die Castoren vergraben, da können sie wahrscheinlich 100 000 000 Jahre ungestört liegen und niemanden würde es stören.

  • @Fro-Zen
    So ein Schwachsinn. Atommüll der uns schädigt?!
    Wir Menschen sind tag täglich der Strahlung (Sonnenstrahlung) ausgesetzt. Gegen Strahlungsschäden auf der menschlichen Haut durch die Sonne geht doch auch keiner auf die Straße.
    Die Endlager unter der Erde sind so gut abgeschotte, dass da kein Mensch geschädigt wird! Wo ist ihr Problem bei den oberirdischen Zwischenlager?! Sie sagen, wir haben ein Problem mit dem Atommüll?! Ich sage wir haben bis dato noch kein Problem gehabt und werden dies in Zukunft auch nicht haben. Die oberirdischen Zwischenlager sind ein gutes Beispiel für das Nicht-Problem von Kernkraftbrennwertstoffen!

  • Das Problem ist nicht, dass Sie den Atommül in Ihrem Garten wolle, sondern das dieser Ort wohl nicht geeignet ist. Sie wird es bald nicht mehr geben, aber der Atommüll bleibt strahlt einige tausend Jahre. Wenn wir weiterhin Uran verbrennen, verschieben wir das Problem nur auf die nächsten Generationen. Sie haben wohl keine Kinder, sonst würden Sie nicht so egoistisch denke. Warum sollen wir Atommüll produzieren? Damit wir 200 euro weniger pro Jahr für Strom bezahlen? Würde sowieso nicht passieren, Strom wird auch so teurer...

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