„Die Zeit läuft uns davon"
Blair sagt Treibhauseffekt den Kampf an

Großbritanniens Premierminister Tony Blair hat vor den „katastrophalen Folgen“ eines ungehemmten Klimawandels gewarnt.

HB LONDON. In einer Rede vor Industriellen in London am Dienstagabend sagte BLAIR, die Welt dürfe die deutlichen Anzeichen des Klimawandels - wie extreme Wetterbedingungen, schmelzende Gletscher und steigende Meeresspiegel - nicht weiterhin ignorieren. Jüngste wissenschaftliche Vorhersagen hätten ihn „schockiert“, sagte Blair. „Die Zeit läuft uns davon. Wir brauchen eine grüne Revolution für das 21. Jahrhundert.“

Die im Kyoto-Protokoll festgelegten Schritte zur Eindämmung des Klimawandels seien nur ein „erster Schritt“, fügte der britische Regierungschef hinzu. Großbritannien werde seinen Vorsitz der EU-Präsidentschaft und der Gruppe der G8-Staaten im nächsten Jahr dazu nutzen, einen politischen und wissenschaftlichen Konsens für rigoroses Handeln zu erreichen. Sein Hinweis, das Kyoto-Protokoll stehe erst am Anfang der notwendigen Maßnahmen, wurde in London als eine indirekte Kritik an der US-Regierung gewertet, die dieses Abkommen bisher nicht ratifiziert hat.

Es gehe darum, zu verhindern, dass die „schlimmsten Vorhersagen“ der Experten wahr würden, sagte Blair. Konkret setzte er sich dafür ein, im Verlauf der britischen EU-Präsidentschaft Anfang 2005 Gespräche mit der europäischen Luftfahrtindustrie über Emissionsbegrenzungen zu führen. „Wir können der Welt von morgen nicht den Preis für die Verschmutzung von heute aufbürden“, sagte Blair.

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