Digitalsteuer für Konzerne Widerstand in EU nimmt zu

Im Dezember wollen die EU-Finanzminister die vorläufige Einigung über eine Digitalsteuer erzielen. Doch einige Mitgliedstaaten wollen scheinbar die höhere Besteuerung von multinationalen Internetkonzernen vermeiden.
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Die EU bevorzugt eine „globale Lösung“ des Problems. Ein solches globales Abkommen zu erzielen, wird aber als schwierig gehandelt. Quelle: dapd
Digitalsteuer

Die EU bevorzugt eine „globale Lösung“ des Problems. Ein solches globales Abkommen zu erzielen, wird aber als schwierig gehandelt.

(Foto: dapd)

BrüsselIn der Europäischen Union wächst der Widerstand gegen Pläne für eine höhere Besteuerung von multinationalen Internetkonzernen. Mehrere Mitgliedstaaten versuchen, das Vorhaben zumindest zu verwässern, wie aus Dokumenten hervorgeht, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Es handelt sich um Entwürfe für ein Treffen der EU-Finanzminister am 6. Dezember. Dabei soll auf Druck großer EU-Staaten eine vorläufige Einigung auf eine sogenannte Digitalsteuer erzielt werden. Diese nimmt Unternehmen wie Amazon, Apple, Google und Facebook ins Visier, denen vorgeworfen wird, ihre Steuerlast zu drücken, indem sie ihre EU-Gewinne in Niedrigsteuer-Länder wie Luxemburg oder Irland umleiten.

In einem Entwurf etwa heißt es anders als in einer zuvor kursierten Vorlage, die EU bevorzuge eine „globale Lösung“ des Problems. Es gilt aber als äußerst schwierig, ein globales Abkommen zu erzielen. Kritikern zufolge würde ein solcher Versuch faktisch auf eine unbestimmte Verzögerung des Projekts hinauslaufen. Ursprünglich war in einem Entwurf für das Finanzminister-Treffen daher auch die Rede davon, dass die EU durchaus auf eigene Faust Steuermaßnahmen ergreifen solle, wenn sich global nichts erreichen lasse.

  • rtr
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