Diktator-Enkelin will an Regionalwahl in Lazio teilnehmen
Mussolini legt Berufung ein

HB BERLIN. Alessandra Mussolini, die Enkelin des italienischen Diktators Benito Mussolini, hat nach eigenen Angaben am Samstag Berufung gegen den Ausschluss ihrer Partei von der Regionalwahl in Lazio im April eingelegt. Ein Berufungsgericht hatte den Ausschluss erst am Freitag bestätigt.

Grund sind Unregelmäßigkeiten in den Wahlunterlagen. Mussolini, die Europaabgeordnete ist, hatte am Freitag auch einen fünftägigen Hungerstreik beendet, in den sie aus Protest gegen den Parteiausschluss getreten war. Sie sagte am Samstag in Mailand, sie erwarte eine Entscheidung des Gerichts am Dienstag.

Um zur Wahl zugelassen zu werden, muss jede Partei eine Liste mit den Unterschriften von mindestens 3500 Wählern vorlegen. Nach Feststellung des Gerichts waren auf der Liste der Sozialen Alternative gefälschte Unterschriften.

Mussolini strebt bei der Wahl am 3. und 4. April das Gouverneursamt in Lazio an. Anfang April wird in 14 der 20 italienischen Regionen gewählt. Die Wahlen gelten ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit von Ministerpräsident Silvio Berlusconi als wichtiger Test.

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