Dilma Rousseff: Neue Massenproteste gegen Brasiliens Präsidentin

Dilma Rousseff
Neue Massenproteste gegen Brasiliens Präsidentin

In Brasilien haben Proteste gegen Dilma Rousseff Hunderttausende auf die Straße getrieben. Sie forderten den Rücktritt der Präsidentin. Die Demonstrationen richten sich aber auch gegen einen Korruptionsskandal.
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Rio de JaneiroIn Brasilien sind mehr Menschen bei den Massenprotesten gegen Präsidentin Dilma Rousseff auf die Straße gegangen als erwartet. Nach Polizeiangaben forderten am Sonntag allein in der Finanzmetropole Sao Paulo trotz Regens mehr als eine Million Demonstranten ihre Absetzung. In Rio de Janeiro sangen die Menschen die Nationalhymne und skandierten „Dilma raus“.

Der Oppositionsführer Aecio Neves sprach von einem Tag, an dem die Brasilianer „auf die Straße gegangen sind, um sich auf ihre Tugenden, ihre Werte und auch ihre Träume zu besinnen“. Rousseff selbst hatte am Samstag erklärt, sie unterstütze das Recht der Demonstranten auf Meinungsfreiheit.

Rousseff hatte die Wahl im Oktober knapp gewonnen und damit eine zweite vierjährige Amtszeit. Ihr Rücktritt oder die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gelten als unwahrscheinlich. Brasilien steckt seit fünf Jahren in einer Wirtschaftskrise. Zudem wird das Land von einem Korruptionsskandal beim staatlichen Energiekonzern Petrobas erschüttert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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